4 AdWords-Features, die ihr ausprobieren solltet

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Was für demographische Merkmale gibt es?
  • Wie könnt ihr Anruferweiterungen einbauen?
  • Wie könnt ihr die Anzeigenrotation optimieren?

1. Targeting nach demographischen Merkmalen

In den vergangenen Monaten hat Google in AdWords die Targeting-Möglichkeiten immer weiter ausgebaut. Gerade mit Fokus auf demographische Merkmale bietet das neue AdWords-Interface die Option an, auf unterschiedliche Ausrichtungen eine Gebotsanpassung zu definieren. Mit diesen Gebotsanpassungen können die Gebote erhöht oder auch gesenkt werden.

Screenshot: Die demographischen Merkmale in AdWords.

Abb. 1: Die demographischen Merkmale in AdWords.

Für viele Unternehmen könnten diese neuen Möglichkeiten sehr interessant sein, denn so kann eine fein definierte Zielgruppe sehr genau angesteuert und die Budgets angepasst werden.

Screenshot: Ein Angebot anpassen

Abb. 2: Ein Angebot anpassen.

Folgende demographischen Merkmale stehen zur Verfügung:

Suchnetzwerk-Kampagnen

  • Alter:
    18-24, 25-34, 35-44, 45-54, 55-64, 65 und älter, Unbekannt
Screenshot: Das Alter der Nutzer

Abb. 3: Das Alter der Nutzer.

  • Geschlecht:
    Männlich, Weiblich, Unbekannt
Screenshot: Das Geschlecht der Nutzer

Abb. 4: Das Geschlecht der Nutzer.

  • Haushaltseinkommen:
    Unbekannt, Untere 50 %, 41 % – 50 %, 31 % – 40 %, 21 % – 30 %, 11 % – 20 %, Obere 10 %
Screenshot: Das Einkommen der Nutzer

Abb. 5: Das Einkommen der Nutzer.

Displaynetzwerk- und Video-Kampagnen

  • Alter:
    18-24, 25-34, 35-44, 45-54, 55-64, 65 und älter, Unbekannt
  • Geschlecht:
    Männlich, Weiblich, Unbekannt
  • Haushaltseinkommen:
    Unbekannt, Untere 50 %, 41 % – 50 %, 31 % – 40 %, 21 % – 30 %, 11 % – 20 %, Obere 10 %
  • Elternstatus:
    Hat Kinder, Hat keine Kinder, Unbekannt
Screenshot: Haben die Nutzer Kinder

Abb. 6: Haben die Nutzer Kinder?

Für Online-Shops, die viele unterschiedliche Produkte für verschiedene Zielgruppen anbieten, kann das Erarbeiten einer Targeting-Strategie zwar am Anfang viel Arbeit bedeuten, allerdings können die gewonnenen Erkenntnisse anschließend zur weiteren Kampagnen-Optimierung beitragen.

Hierdurch kann im Laufe der Kampagnenlaufzeit das Budget noch genauer verteilt und eingesetzt werden. Zielgruppen, die zum Beispiel nicht so gut performen, könnte man mit einer Gebotsanpassung von „-100 %“ ausschließen oder nur noch mit niedrigen CPCs bedienen.

Im Jahr 2018 können wir mit weiteren Optimierungsmaßnahmen durch Google rechnen. Es bleibt also weiterhin spannend, welche weiteren Targeting-Optionen in Zukunft im neuen AdWords-Interface auftauchen werden.

2. Der Anzeigen-Erweiterungstyp „Anruferweiterung“

Für Websites bzw. Online-Shops, die eine offizielle Telefonnummer für die Kontaktaufnahme oder für Bestellungen zur Verfügung stellen, bietet Google AdWords den Erweiterungstyp „Anruferweiterung“ an.

Ihr erreicht die Anruferweiterung über folgenden Weg:

  1. Klickt auf „Anzeigen und Erweiterungen“
  2. Dann oben auf „Erweiterungen“
  3. Und setztdann den Haken bei „Anruferweiterung“
Screenshot: Hier findet ihr die Anruferweiterung

Abb. 7: Hier findet ihr die Anruferweiterung.

 

Diese Erweiterung kann durchaus sehr nützlich sein, da die mobilen Suchanfragen bekanntermaßen immer weiter ansteigen. Dieser Trend hält auch 2018 noch an. Mit dieser Option können Interessenten auch von unterwegs direkt Kontakt mit eurem Unternehmen bzw. Online-Shop aufnehmen und Bestellungen telefonisch aufgeben oder Termine vereinbaren.

Screenshot: Und so sieht es in den SERPs aus

Abb. 8: Und so sieht es in den SERPs aus.

Die Anruferweiterung muss manuell im Account angelegt werden:

Screenshot: Hier hinterlegt ihr alle Infos

Abb. 9: Hier hinterlegt ihr alle Infos.

Hier habt ihr die Möglichkeit, einen Zeitplan zu definieren:

Ein Beispiel: Ihr bewerbt mit der Anruferweiterung die Telefonnummer eurer Bestellhotline. Die Hotline ist allerdings nur von Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr erreichbar.

In diesem Fall schaltet ihr die Anruferweiterung nur in der o. g. Zeit ein. Vor 08:00 Uhr und nach 17:00 Uhr würde also keine Telefonnummer in den Anzeigen erscheinen, da eure Hotline dann ja nicht besetzt ist.

3. Optimierte Anzeigenrotation

In 2017 hat Google viele Neuerungen im AdWords-Interface vorgenommen. Nicht nur die neue Benutzeroberfläche, sondern auch die „optimierte Anzeigenrotation“ wurde von Google eingeführt.

Screenshot: Auch die Rotation kann beeinflusst werden

Abb. 10: Auch die Rotation kann beeinflusst werden.

Die bisherigen Einstellungsmöglichkeiten „Für Conversions optimieren“ und „Gleichmäßige Anzeigenrotation“ werden von Google in Zukunft nicht mehr unterstützt. Sollten User die alte Einstellung noch aktiviert haben, so nutzt Google AdWords automatisch die neue „optimierte Anzeigenrotation“. Für eine saubere und klare Darstellung im Account empfiehlt es sich allerdings, selber die Anzeigenrotation neu auszurichten und einzustellen.

Die neue Anzeigenrotation testet die vorhandenen (aktiven) Anzeigenvariationen. Die leistungsstärksten Anzeigen werden bevorzugt verwendet. Hiermit möchte Google sicherstellen, dass die Qualität der Anzeigen hoch bleibt.

Wie viele Anzeigentexte solltet ihr Google zur Verfügung stellen?

Google empfiehlt, mindestens drei unterschiedliche Anzeigentexte pro Anzeigengruppe zur Verfügung zu stellen. Weniger Anzeigen sollten es nicht sein, da ansonsten der Lernalgorithmus von Google AdWords nicht genügend Daten sammeln kann, um die Anzeigenleistungen zu optimieren.

4. Custom Intent Audiences

Mit der Ausrichtung „benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen“ könnt ihr Nutzer im Displaynetzwerk erreichen, die sich für ähnliche Produkte und Angebote interessieren.

Hierzu nutzt man verschiedene Keywords und URLs, aus denen eine Custom Intent Audience definiert wird.

Screenshot: Hier könnt ihr neue Zielgruppen definieren

Abb. 11: Hier könnt ihr neue Zielgruppen definieren.

Idealerweise sollten ca. 15 Keywords und/oder URLs eingetragen werden, damit Google AdWords die gewünschte Zielgruppe besser einordnen und analysieren kann.

Bei der Definition der Keywords sollte es sich um Begriffe handeln, die von der gewünschten Zielgruppe recherchiert und gesucht werden.

Allerdings solltet ihr URLs vermeiden, wo sich Nutzer erst noch anmelden müssen. Dazu zählen zum Beispiel soziale Medien oder auch E-Mail-Dienste.

User, die diese Zielgruppe einsetzen möchten, sollten die Ergebnisse ständig überwachen und prüfen, ob diese „benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen“ auch die gewünschten Erfolge erzielt. Testen sollte man diese Möglichkeit aber auf jeden Fall.

Über den Autor

André Preukszat

Gastautor
Seit 2002 sammle ich Erfahrungen im Online-Marketing. In dieser Zeit konnte ich bereits in vielen Online-Kanälen tätig sein (Affiliate Marketing, Newsletter, SEA, SEO, Display Marketing, Social Media Marketing, Website Analyse). Meine Spezialgebiete sind SEA, SEO und die Website Analyse.
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