AdWords: Nützliche Filter auf Keyword-Ebene

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Wofür könnt ihr AdWords-Filter nutzen?
  • Wie könnt ihr sie einbauen?
  • Welche Filter gibt es?

In großen AdWords-Konten kommt es oft vor, dass mehrere Tausend Keywords eingebucht und aktiv sind. Da ist es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Zum Glück bietet euch AdWords mit den sogenannten Filtern eine Möglichkeit, mit der ihr auf Keyword-Ebene gute und weniger gute Keywords analysieren könnt.

Die Erstellung der einzelnen Filter müsst ihr nur einmal durchführen. Bei späteren Account-Prüfungen könnt ihr diese bereits definierten Filter immer wieder auswählen  und verwenden.

Damit ihr einen Filter erstellen könnt, müsst ihr folgende Schritte durchführen:

  1. Klickt auf die Keyword-Übersicht und anschließend auf das Filter-Symbol.
Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 1: Das Filter-Symbol.

  1. Es öffnen sich eine Liste mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Filtern. Für unser Beispiel wählen wir „Qualitätsfaktor“ aus.
Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 2: Welcher Filter darf es denn sein?

  1. Es öffnet sich ein Eingabefeld, welches ihr nach euren Wünschen ausfüllen könnt. In unserem Beispiel möchten wir nun alle Keywords mit einem Qualitätsfaktor kleiner/gleich 5 filtern.
Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 3: Hier werden die Vorgaben für den Filter konkretisiert.

  1. Nach einem Klick auf „Übernehmen“ wird der Filter aktiviert.

Wenn ihr diesen Filter für spätere Analysen speichern wollt, dann klickt auf das Disketten-Symbol und vergebt im darauf folgenden Fenster einen geeigneten Namen für diesen Filter.

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 4: So bleibt euch der Filter auch für neue Projekte erhalten.

Aber welche Filter sind sinnvoll? Hier gibt’s einige Anregungen

Keywords mit vielen Conversions
Schaut euch hier die Keywords an, die für die Generierung von Conversions verantwortlich sind.

  • Mit welchem CPA-Wert werden die Conversions generiert?
  • Welche Keywords performen überhaupt?
  • Handelt es sich um dieselben Best-Performing-Keywords wie im letzten Monat?
  • Wie performen die ehemaligen Best-Performing-Keywords des letzten Quartals heute? Gab es hier einen Performance-Einbruch?
Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 5: Conversions sind wichtig.

Kosten / Conversion – Filter

Mit einem „Kosten/Conversion-Filter“ – auch CPA-Filter (Cost per Acquisition) genannt – könnt ihr die Keywords raussuchen, die über dem normalen und eingeplanten CPA liegen.

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 6: Welche Conversions sind zu teuer?

Es ist ganz normal, dass ihr mehrere Keywords besitzt, die einen hohen CPA besitzen. Allerdings besitzt ihr dann in der Regel auch viele Keywords, die deutlich unterhalb eurer CPA-Vorgaben performen.

Wenn der durchschnittliche CPA – also die durchschnittlichen Kosten pro Conversion – des gesamten Kontos sich im Rahmen der vorher definierten CPA-Vorgaben bewegt, dann müsst ihr die einzelnen Biddings nicht unbedingt direkt senken. Doch solltet ihr die Zeit für eine genauere Analyse haben, dann schaut euch die Keywords mit hohen CPA-Werten genauer an und bessert bei diesen Ausreißern ggf. nach – z.B. indem ihr die die Biddings reduziert.

Hohe Kosten, aber schlechte Performance

Bei diesen Keywords solltet ihr die Gebote genauer betrachten, da es sich hierbei um Keywords handelt, die einen zu hohen CPC besitzen und eher schlecht performen.

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 7: Keywords, die hier landen, müsst ihr euch genauer anschauen.

Vielleicht ist es bei diesen Keywords sogar sinnvoll, dass ihr sie vorerst pausiert. Somit könntet ihr das Budget eher für die kostengünstigeren und besser laufenden Keywords verwenden. Aber diese Entscheidung hängt natürlich auch immer mit der Marge zusammen, die ihr mit dem jeweiligen Keyword erzielt.

Keywords mit Klicks, aber ohne Conversions

Mit diesem Filter erhaltet ihr die Keywords, die keine Conversion erzielt haben, aber immerhin Klicks generieren.

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 8: Traffic ja, Conversions nein.

Habt ihr eine Übersicht der gefilterten Keywords erstellt, gibt es eine ganze Reihe an Faktoren, die ihr euch nun genauer anschauen solltet. Hierzu zählen u. a. die CTR (Click-Through-Rate) und die durchschnittliche Position des Keywords. Aufgrund dieser Daten müsst ihr entscheiden, ob die einzelnen CPC-Gebote (je nach Gebotsstrategie) entweder erhöht oder gesenkt werden sollten oder ob der Begriff sogar vorerst pausiert werden muss.

Zudem solltet ihr euch in solchen Fällen auch die Landing-Pages genauer anschauen. Möglicherweise findet ihr hier weitere Optimierungspotentiale, mit denen ihr die Account-Performance steigern könnt.

Niedriger Qualitätsfaktor

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 9: Diese Anzeigen dürften teuer werden.

Bei den Keywords mit einem niedrigen Qualitätsfaktor (Quality-Score = QS) – zum Beispiel kleiner 5 – müsst ihr eine höheren CPC einplanen, um trotzdem eine bessere Keyword-Position zu erhalten.

Begriffe mit einem hohen Qualitätsfaktor sind in der Regel kostengünstiger in die Top-Positionen zu bekommen. Daher solltet ihr diesem Thema durchaus einiges an Zeit widmen.

Habt ihr euch eine Übersicht der Keywords mit einem niedrigen QS erstellt, so ergeben sich hieraus Chancen und weitere Möglichkeiten. Durch diese Bewertung erhaltet ihr einen direkten Eindruck über die Relevanz. Ist der Qualitätsfaktor gering, so befinden auch die Suchmaschinen das Keyword bezogen auf die Suchanfrage, den Anzeigentext und die Landing-Page für wenig relevant. Es bedeutet jetzt nicht, dass keine Anzeige zum Keyword ausgespielt wird. Es bedeutet allerdings, dass ihr nun mehr Geld (in diesem Sinne der CPC) einsetzen müsst, um eine Chance auf eine gute Platzierung zu haben.

Steht euch insgesamt nur ein geringes Budget zur Verfügung, so könntet ihr die Keywords mit einem geringen Qualitätsfaktor pausieren und überlegen, mit welchen Änderungen der QS gesteigert werden kann (zum Beispiel durch Optimierungen an den Anzeigentexten, der Landing-Page, etc.)

Durchschnittliche Position schlechter Pos. 4

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 10: Mit diesen Keywords rankt ihr unter den organischen Ergebnissen.

Mit diesem Filter generiert ihr eine Liste mit Keywords, die außerhalb der eigentlichen Top-Positionen (also im oberen Bereich der ersten Suchergebnisseite) erscheinen.

Hier könntet ihr mit einer Erhöhung der Biddings versuchen, in die Top-Positionen zu rutschen und bei entsprechenden Suchanfragen wieder vermehrt sichtbar sein.

Anteil an möglichen Impressionen kleiner x Prozent

Screenshot: Filter in AdWords

Abb. 11: Bei welchen Keywords könntet ihr mehr Impressions erreichen?

In dieser Ansicht erhaltet ihr eine Liste an Keywords, mit denen ihr mehr Impressionen erzielen könnt

Es gibt hier keine fest definierte %-Vorgabe, wie der Filter eingestellt werde sollte. In diesem Beispiel habe ich den Filter auf 50 % gesetzt, da so eine Keywordliste generiert wird, die die Möglichkeit besitzt, die Impressionen ggf. zu verdoppeln.

Fazit

Der Einsatz von Filtern ist auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene möglich und hilft bei der schnelleren Prüfung des SEA-Accounts.

Durch gezielte Filterungen könnt ihr Optimierungsmöglichkeiten schnell entdecken und passende Anpassungen vornehmen bzw. planen.

Schaut euch die einzelnen Filter-Möglichkeiten auf allen drei Ebenen an und entscheidet selber, welche Filter euch in Zukunft bei der Arbeit unterstützen können.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Über den Autor

André Preukszat

Gastautor
Seit 2002 sammle ich Erfahrungen im Online-Marketing. In dieser Zeit konnte ich bereits in vielen Online-Kanälen tätig sein (Affiliate Marketing, Newsletter, SEA, SEO, Display Marketing, Social Media Marketing, Website Analyse). Meine Spezialgebiete sind SEA, SEO und die Website Analyse.
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