AdWords-Skripte erklärt: Das Heatmap Script

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Was ist das Heatmap Script?
  • Wofür könnt ihr es nutzen?
  • Was müsst ihr bei der Nutzung beachten?

In diesem Artikel werde ich das Heatmap Script von Brainlabs vorstellen. Dabei handelt es sich um ein nützliches Reporting-Script, welches von den unterschiedlichen Metriken (Impressions, Klicks, Conversions, CR etc.) Heatmaps erstellt.

Screenshot: Ergebnisse aus dem Skript

Abb. 1: Ein toller Überblick.

Durch die verschieden Heat Maps lassen sich schnell Muster im Account erkennen, sodass ihr auf einen Blick seht, an welchem Tag und zu welcher Zeit der Account besonders gut oder schlecht performt.

Diese Informationen könnt ihr dann beispielsweise nutzen, um den Werbezeitplaner richtig einzustellen. Ohne das Script müsstet ihr vorher unter dem Reiter Dimensionen die Performance des Accounts oder der einzelnen Kampagnen mühselig analysieren, um herauszufinden, zu welcher Zeit euer Account schlecht bzw. gut performt. Mit den Heatmap Script seht ihr das auf einen Blick und erkennt durch die unterschiedlichen Farbschattierungen schneller die zugrundeliegenden Muster.

Zudem hilft der Heatmap-Report euch bei der Segmentierung. Ihr könnt so einfach feststellen, wie gut euer Account auf den unterschiedlichen Endgeräten (Mobil, Handy, Tablet) performt, da diese nicht nur in ihrer Gesamtheit, sondern auch separat betrachtet werden. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Geräten lassen sich so umgehend analysieren. Diese Informationen könnt ihr dann nutzen, um beispielsweise Bid Modifier für die Geräte in einem stimmigen Verhältnis einzustellen.

Wie funktioniert das Script?

Das Script berechnet den gleitenden Durchschnitt von den verschiedenen Metriken (Impressionen, CR, Conversions) im AdWords Account. Hierbei könnt ihr den Zeitraum manuell auswählen. Falls in dem gewünschten Zeitraum ein paar Anomalien enthalten sind, können diese auf Wunsch ausgeschlossen werden.

Es ist zu empfehlen, einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen zu wählen. Zudem sollten in dem gewählten Zeitraum mindestens 1500 Conversions erzielt worden sein, damit die Daten ausreichend aussagekräftig sind und euch nicht auf eine falsche Fährten führen.

Zu lang gewählte Zeiträume haben wiederum den Nachteil, dass die Daten nicht mehr aktuell sind bzw. die alten Daten die neuen verzerren. Dies führt dazu, dass die Heatmaps nicht in voller Gänze den wirklichen Zustand des Accounts wiederspiegeln.

Das Heatmap Script kann auch mit dem 24h Bidding Script kombiniert werden, sodass Anhand der Daten aus dem Heatmap Script die richtigen Bid Modifier für den Werbezeitplaner automatisch gewählt werden.

Wie das genau funktioniert, verrate ich in meinem nächsten Artikel.

Wie benutzt man das Script?

Um das Script benutzen zu können, müsst ihr am Anfang dieses Template kopieren.

Anschließend müsst ihr das Script in den AdWords Account reinkopieren. Der Bereich Scripte kann leicht aufgesucht werden, indem ihr in der linken Menüleiste den Reiter Bulk-Vorgänge wählt und dann den Scripte-Bereich auswählt.

Nachdem ihr das Script in dem AdWords Account kopiert habt, könnt bzw. müsst ihr noch  einige Variablen verändern.

  1. SpreadsheetUrl: Hier müsst ihr die URL vom Google Sheet reinkopieren. Damit das Script funktioniert, muss das Sheet für den Script-Benutzer auch freigegeben sein.
  2. DateRanges: Hier tragt ihr den gewünschten Zeitraum ein, in dem die Daten erhoben werden sollen.
  3. Ignore Dates: Hier könnt ihr die Tage bzw. Zeiträume eintragen, welche bei der Erhebung der Daten nicht berücksichtigt werden sollen. Sind es mehrere Tage, so werden sie mit einem Komma getrennt.
  4. Fields: Hier könnt ihr die unterschiedlichen Metriken auswählen, aus denen die Heatmap erstellt werden soll.
  5. Calculatetfields: In diesem Feld werden die Metriken eingetragen, welche zuvor erst  berechnet werden müssen. Für das Script ist es nicht möglich, beispielsweise die CTR (Click-Through-Rate) direkt wieder zu geben. Um auch diese Metrik mit einzubeziehen, muss hier die Formel “Clicks/Impressions” eingetragen werden.
  6. CampaignNameContains: Hier können die Kampagnen ausgewählt werden, die ihr für die Datenerhebung verwenden möchtet. Lasst ihr das Feld frei, so werden die Daten aus dem ganzen Account miteinbezogen.
  7. CampaignNameDoesNotContain: Hier können Kampagnen gewählt werden, welche von der Datenerhebung ausgeschlossen werden sollen. Eine typische Kampagne, die oft auszuschließen ist, ist die Brand Kampage. Denn diese konvertiert meist besser und verzerrt so die Daten im AdWords Account.
  8. IgnorePausedCampaigns: Im letzten Punkt kann noch gewählt werden, ob ihr pausierende Kampagnen in die Datenerhebung mit einbeziehen möchte.

Ihr müsst außerdem beachten, dass die neuen Daten beim erneuten ausführen des Scriptes die alten Daten überschreiben. Wollt ihr die alten Daten behalten, dann ist es ratsam, sie rechtzeitig herunterzuladen oder für jeden neuen Durchlauf einen neuen Google Sheet anzulegen.

Über den Autor

Wanja Ernst

Redakteur
Nach meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann habe ich mein Wirtschaftsstudium an der Europa-Universität Viadrina begonnen.Derzeit stehe ich kurz vor meinem Abschluss und arbeite bereits bei der Agentur LEAP/ als Manager im Bereich Paid Advertising.
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