Alternative Traffic-Quellen: Eure Touchpoints mit der Zielgruppe

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • An welche Traffic-Quellen habt ihr vielleicht noch nicht gedacht?
  • Was hat eure Unternehmenskommunikation damit zu tun?
  • Wo sind eure Touchpoints mit der Außenwelt?

In den letzten Ausgaben dieser Artikelreihe haben wir uns mit einzelnen Branchen und Plattformen beschäftigt. Heute möchten wir zum Abschluss einmal schauen, wo ihr zusätzlich Traffic generieren könnt – und das in Kurzform.

Dabei geht es in erster Linie darum, euren Touchpoints mit der Zielgruppe zu identifizieren und dort mit Hinweisen auf eure Website präsent zu sein. Zu einem gewissen Maße spielen dort auch ein paar gute alte SEO-Taktiken eine Rolle, insgesamt geht es jedoch deutlich darüber hinaus.

Die SEO-Taktiken: Links und Affiliate

Viel wurde schon über den Aufbau von Backlinks gesagt und geschrieben. Doch heute geht es nicht darum, was gute von schlechten Links unterscheidet, wie ihr gute Links aufbauen könnt oder wie ihr mit solchen Links euer Ranking beeinflussen könnt. Vielmehr geht es darum, Links so einzusetzen, dass sie euch echten, wertvollen Traffic auf eure Website schicken.

Dafür müssen Links nicht unbedingt auf richtig starken Seiten stehen, sondern können bei passenden Themen auch mal auf den guten alten Q&A-Portalen oder in den noch besseren und noch älteren Foren stehen. Genauso wie die bekannten Kommentarspalten ist es jedoch so, dass diese wohl auf absehbare Zeit den Weg alles irdischen gehen werden.

Grafik: Google-Patent zum Thema Linkjuice

Abb. 1: Links sorgen nicht nur für ein gutes Ranking…

Da ist es deutlich Attraktiver auf Affiliates zu setzen. So bringt ihr andere Leute dazu, euer Produkt zu verkaufen oder euch bekannter zu machen. Oder eben auf Content-Marketing.

Der fließende Übergang: Content-Marketing

Natürlich erzählen wir euch auch nichts neues, wenn wir euch Content-Marketing zur Traffic-Steigerung ans Herz legen. Aber da diese Marketing-Spielart viel zu oft nur als Link-Generator oder Brandbuilding-Maßnahme gesehen wird, sei es hier auch nochmal explizit als starke Traffic-Quelle erwähnt.

Das gilt natürlich nicht nur für großangelegte Kampagnen, sondern auch für einzelne Aktionen. Hier fallen SEOs natürlich sofort die klassischen Gastbeiträge oder Interviews ein. Doch auch hier gilt: Etwas Mühe dürft ihr euch schon geben – sowohl bei der Recherche der passenden Partner als auch bei der Erstellung der Inhalte. Denn mit Schrott zieht man höchstens Katastrophentouristen an.

Die nächste Stufe: Touchpoints besetzen

Viel einfacher ist es da, die bereits bestehenden Touchpoints mit eurer Zielgruppe zu besetzen. Es ist zum Beispiel sinnvoll, einen Link zu eurer spannendsten Unterseite in euren E-Mail-Signaturen zu platzieren. Auf Visitenkarten sollte eure URL ebenfalls gut zu sehen sein.

Vielleicht haltet ihr auch Vorträge auf Messen oder in Webinaren? Dann weist dort auf eure Website hin und bietet den Zuhörern ein exklusives Goodie, um sie auf eure Seite zu bekommen.

Schaltet ihr Werbeanzeigen? Dann gilt das gleiche wie bei den Vorträgen! Eine einfache URL wird die Menschen in den meisten Fällen kaum begeistern (wenn sie diese überhaupt wahrnehmen) – aber exklusive Inhalte oder ein Rabattcode könnten sicher mehr Leute zum Besuch eurer Seite verleiten.

Dort habt ihr dann die Möglichkeit, sie in den Newsletter zu bekommen und weiter zu bespielen (und sie so zu wiederkehrenden Besuchern zu machen).

Die Königsdiszplin: Neue Touchpoints schaffen

Wenn euch das noch nicht ausreicht, dann müsst ihr euch dazu noch neue Touchpoints schaffen. Ihr könnt zum Beispiel Konferenzen, Vereine oder gute Zwecke sponsern und euch auf diesem Wege bekannter machen.

Auch die Pro Bono Arbeit kann euch helfen: z.B. indem ihr Websites für kleine NGOs erstellt oder ihnen bei der Verwaltung ihrer Social-Media-Kanäle helft. So macht ihr euch nicht nur bekannter und beliebter, sondern könnt auch einiges an Traffic mitnehmen. Und das Ganze sogar, indem ihr Menschen helft.

Bild: Danke!

Abb. 2: Mit der richtigen Taktik erhaltet ihr nicht nur Traffic, sondern auch den Dank der Menschen (© morvanic, Unsplash).

Und immer so weiter

Je nachdem, in welcher Branche ihr euch bewegt, gibt es sicher noch viele andere Möglichkeiten, um an eure Zielgruppe zu kommen, ohne diese zu nerven. Denn genau darauf sollen die heutigen Beispiele abzielen: Traffic von Menschen, die gerne zu euch kommen. Dann habt ihr es auch nicht mehr so weit bis zur Conversion.

Es lohnt sich also, neue Wege zu suchen, um Traffic auf eure Website zu bekommen. Alles, was euch weniger abhängig von einem Kanal bzw. Anbieter macht, kann nur gut für euch sein. Diversifizierung heißt das Stichwort – und in dieser Artikelreihe haben wir euch hoffentlich ein paar Anregungen zu diesem Thema gegeben. Nun gilt es, diese zu analysieren, zu testen und dann die zu nutzen, die bei eurem Business-Model am besten funktionieren.

Dabei wünschen wir euch viel Erfolg!

Über den Autor

Oliver Engelbrecht

Chefredakteur
Nach meinem Studium der Politikwissenschaft (mit dem Schwerpunkt Diplomatie) habe ich zunächst das SEO-Portal aufgebaut und zuletzt als Chefredakteur geleitet. Nun bin ich bei der Agentur LEAP/ für das Marketing verantwortlich und koordiniere unser Magazin GrowthUp - wiederum als Chefredakteur.
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