Mit Content wirklich gut ranken – so geht‘s

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Was gibt es für Keyword-Typen?
  • Warum müsst ihr unbedingt die interne Verlinkung beachten?
  • Warum geht nichts mehr ohne Snippets?

SEOs haben ganz schön viel zu tun. Bei jeder Website müssen sie dutzende Themen im Auge behalten, um am Ende ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen. Die folgende Grafik gibt einen kleinen Einblick in die große weite Welt der Suchmaschinenoptimierung.

Grafik: Aufgaben von SEOs

Abb. 1: Viel zu tun, wenn man SEO richtig machen will.

Warum ist die Suchmaschinenoptimierung so ein weites Feld? Hier gibt die Geschichte der Suchmaschinen und ihrer Ranking-Faktoren Aufschluss.

Historie der Rankings

Vor zehn Jahren waren die Ranking-Faktoren auf drei Eckpfeiler beschränkt:

  • Content: Keywords wurden eingebaut und mehrfach auf der Seite und im Text verarbeitet (Keywords-Stuffing hat noch wunderbar funktioniert).
  • Links: Die reine Anzahl der Links war entscheidend.
  • Tech SEO: Man musste die URLs für Suchmaschinen auslesbar machen, JavaScript vermeiden, den Crawler steuern und einiges mehr.
Grafik: Drei Säulen des Ranking

Abb. 2: So einfach war das Ranking noch vor gut 10 Jahren.

Vor etwa fünf Jahren kam dann ein weiterer Faktor hinzu – und die ersten drei Faktoren wurden deutlich detaillierter:

  • Content: Keywords und Neben-Keywords wurden als Gesamtverbund wichtiger (meint „Golf“ zum Beispiel die Sportart oder das Auto?).
  • Links: Die Qualität wurde immer wichtiger. Mehr Updates seitens Google, um unnatürliche Links zu identifizieren.
  • Tech SEO: Strukturierte Daten, JavaScript bedingt auslesbar sowie anspruchsvolleres Crawler-und Index-Management.
  • UX: Nutzersignale werden im Google Algorithmus berücksichtigt.
Grafik: Vier Säulen des Ranking

Abb. 3: Seit einiger Zeit ist auch die User Experience ein Faktor.

Heute sind die Faktoren noch identisch, aber ihre Gewichtung hat sich deutlich verschoben:

  • Content: Weiterhin Keywords und Neben-Keywords.
  • Links: Durch den Real-Time-Penguin zählt hier mehr denn je Qualität statt Quantität.
  • Tech SEO: Neue Faktoren wie die Mobile-Optimierung, die Landes-/Sprachaussteuerung und mehr Tiefe bei Crawler- und Index-Management (z.B. Filter).
  • UX: Die Nutzersignale werden nun auch durch AI ausgelesen. Die zentrale Losung von Google ist mittlerweile: „Wer die Nutzerintention am besten befriedigt, gewinnt das Rennen“.
Grafik: US immer wichtiger.

Abb. 4: Die UX ist mittlerweile immer wichtiger.

Sobald hier alles richtig funktioniert, dann findet Google also eure URLs, kann sie vernünftig verarbeiten und die Informationen textbasiert auslesen. Die dabei gewonnenen Daten werden im Index gespeichert und dort von Algorithmen analysiert und bewertet.

Wenn die Nutzer dann etwas suchen, werden eure Inhalte mit der Suchanfrage abgeglichen und ausgeliefert, sofern sie zur Situation, zum Kontext und auch zur Persönlichkeit des Suchenden passen.

Wie könnt ihr es also schaffen, mit euren Inhalten gut zu ranken? Hier gibt es einige zentrale Faktoren, die ihr beachten solltet. Los geht es mit der richtigen Keyword-Strategie – denn wichtig ist ja erst einmal, wie eure (potentiellen) Nutzer überhaupt nach euch suchen.

Keywordtypen

Es gibt mehrere Keyword-Typen, die oft schon andeuten, in welche Richtung die Suchintention geht. Je nachdem, was für eine Unterseite ihr optimiert und was das Ziel dieser Seite ist, müsst ihr euch entsprechend auf andere Typen konzentrieren.

Zunächst einmal könnt ihr natürlich zwischen längeren Keywords (Longtail, führen oft direkt zu einem Produkt) und kürzeren Suchbegriffen (Short Head, führen meist eher auf Verteilerseiten) unterscheiden.

Grafik: Keyword-Typen

Abb. 5: Führt ein Keyword eher auf die Startseite oder doch auf eine Unterseite?

Daher ist es nicht überraschend, dass die verschiedenen Keywords auch unterschiedliche Wertigkeiten haben und sich im Hinblick auf ihr Suchvolumen voneinander abheben:

Grafik: Wert von Keywords

Abb. 6: Je höher das Suchvolumen, desto höher der Wettbewerb.

Doch es gibt noch weitere Unterscheidungsmöglichkeiten hinsichtlich der Keyword-Typen. Hier geht es dann eher um die allgemeine Suchintention des Nutzers.

Navigationale Keywords

Suchintention: Eine bestimmte URL ausfindig machen.

Ziel der Website: Die passende Landing-Page anbieten.

Beispiele: „sparkasse online banking login“, „facebook login“, „zalando kontakt“, „bauhaus impressum“

Screenshot: SERPs

Abb. 7: Die Suchergebnisse für ein navigationales Keyword.

Transaktionale Keywords

Suchintention: Ein Produkt oder eine Dienstleistung finden.

Ziel der Website: Eine Conversion auslösen (z.B. Kauf, Bestellung, Download oder Anruf).

Beispiele: „kleider online kaufen“, „growthup newsletter abonnieren“, „hochzeitskleider damen bestellen“

Screenshot: SERPs

Abb. 8: Die Suchergebnisse für ein transaktionales Keyword.

Informationale Keywords

Suchintention: Eine Information finden.

Ziel der Website: Fragen beantworten und Probleme lösen.

Beispiele: „lederschuhe pflegen“, „hochzeitsgast in weiß“, „kleidergröße tshirts“, „größentabelle BHs“, „welcher anzug zur hochzeit“

Screenshot: SERPs

Abb. 9: Die Suchergebnisse für ein informationales Keyword.

SEO-relevante Content-Elemente

Wenn ihr also eure Keyword-Strategie optimiert habt, geht es an die Erstellung der Inhalte. Hierbei gilt vor allem eines: Legt euren Fokus auf den Nutzer! Orientiert euch an seinen Wünschen und stellt sicher, dass ihr seine Intentionen befriedigt. Orientiert euch am besten grob an den folgenden Punkten:

  • Was ist die Nutzerintention des ausgewählten Fokus-Keyword?
  • Welche Inhalte erwartet der Nutzer?
  • Überschriften und Zwischenüberschriften einbauen.
  • Absätze und Hervorhebungen im Text nutzen.
  • Aufzählungen zur besseren Lesbarkeit einsetzen.
  • Interne Verlinkungen zu weiterführenden Themen einbauen.
  • Bilder und Videos zur Auflockerung verwenden.
  • Immer den Message Match beachten.
  • Für das Web texten.

Web-gerechtes Texten

Auf Bildschirmen lesen wir anders, als wenn wir uns eine Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch greifen. Daher müssen die Texte entsprechend an das Endgerät angepasst werde. Beachtet daher unbedingt diese Vorgaben:

  • Vermeidet Bandwurmsätze.
  • Baut alle drei bis fünf Sätze einen Absatz ein.
  • Nutzt aussagekräftige und korrekt formatierte Überschriften und Zwischenüberschriften.
  • Beachtet die interne Verlinkung.

Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung wird verwendet, um die Verwandtschaft der Seiten innerhalb der Domain aufzuzeigen. Die wichtigsten Seiten erhalten die meisten eingehenden internen Links.

Die Kategorien können so als wichtiger und unwichtiger gekennzeichnet werden. Hier können auch Seiten unterstützt werden, die sich auf unteren Verzeichnisebenen in der Informationsarchitektur befinden. Solche Seiten sind normalerweise erst nach dem siebenten Mal „klicken“ durch den Google-Bot erreichbar.

Eine ausgewogene Mischung von internen Links und Text ist für den Aufbau und die Leserlichkeit wichtig, denn

  • die interne Verlinkung ist ein Ranking-Signal für Google.
  • die interne Verlinkung sorgt für die „Durchblutung der Website“.
  • der die Links umfließende Text wird von Google ebenfalls mit analysiert und ist entsprechend kontext-relevant.
  • wichtige URLs werden so gestärkt (z.B., indem ihr von Blogseiten zu Kategorieseiten verlinkt).
  • die Linktexte verwenden wichtige Keywords (sie müssen immer das Fokus-Keyword enthalten und konsistente Linktexte verwenden.

Wenn ihr diese Punkte beachtet, seid ihr in eurer Ranking-Strategie schon deutlich weiter. Aber ihr müsst ja nicht nur gut ranken, sondern die Nutzer auch zum Klicken verleiten. Und das geht heutzutage kaum noch ohne Meta-Daten.

SEO-relevante Meta Daten

Diese sind der erste Kontaktpunkt von potenziellen Kunden mit eurer Seite. Ihr kennt es doch sicher von euch selbst: Gebt ihr eine Suchphrase ein, so werdet ihr aufgrund der Attraktivität der einzelnen Suchergebnisse entscheiden, auf welches ihr klickt. Snippet-Inhalte besitzen also eine hohe Relevanz für User und Suchmaschinen.

Beispiele

Screenshot: Snippet

Abb. 10: Ein negatives Beispiel.

  • Kein ansprechender Title.
  • Abgeschnittene Description (keine vorhanden, also zieht sich Google die Beschreibung mehr schlecht als recht selbst).
  • Zielseite passt nicht zur Description, wodurch der User frustriert sein und schlechte Signals senden wird.
Screenshot: Snippet

Abb. 11: Ein positives Beispiel.

  • Persönliche Ansprache weckt die Neugier.
  • USP und CTA sind vorhanden.
  • Unicodes (vielleicht ein paar Häkchen zu viel – insgesamt stehen sie aber für einen guten Überblick über das Sortiment).
  • Sitelinks (interne Verlinkung ist also sehr gut).
Screenshot: Snippet

Abb. 12: Ein noch besseres Beispiel mit strukturierten Daten.

  • Erzielen mehr Aufmerksamkeit.
  • Resultieren meist in höherer CTR.

So solltet ihr es schaffen, die Nutzer schon am ersten Touchpoint neugierig zu machen und von euch zu überzeugen.

Die Basics müssen stimmen

Viele der Dinge, die wir hier genannt haben, werden euch sicher bekannt vorkommen. Aber wir sehen noch immer zahllose (große und kleine) Websites, bei denen der Content gar nicht ranken kann, weil die Basics einfach nicht stimmen.

Stellt also sicher, dass ihr ein solides Fundament schafft, auf dem eure Inhalte wachsen können – dann kommen bei guten Content ganz sicher auch die Rankings dazu.

Über den Autor

Vanessa Ostner

Redakteurin
Nach dem Marketing-Studium 2014 in den Niederlanden habe ich in Osnabrück die ersten Erfahrungen im Offpage-Bereich gesammelt. Darauf folgte eine Station in den Niederlanden als SEO-Assistentin für ein internationales Unternehmen. Den Niederländern bin ich bei einer Deutsch/Niederländischen Agentur in Berlin treu geblieben und um mich Anfang 2017 endgültig zu lösen fand ich meinen Weg zu LEAP/ ins SEO-Consultanting-Team.
Kommentare