Google Analytics: Die 3 häufigsten Fehler – und ihre Lösung (mit Verlosung zur OMKB)

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Was sind die häufigsten Fehler bei Google Analytics?
  • Wie könnt ihr diese lösen?
  • Wie könnt ihr ein Ticket für die OMKB gewinnen?

Mit der Web-Analyse können wir das Verhalten von Benutzern auf unserer Website bewerten. Wir können sehen, was sie machen und ob sie das – in unseren Augen – Richtige machen. Das hilft uns, die Website oder das Projekt zu verbessern. Das setzt aber als allererstes voraus, dass die erhobenen Zahlen auch korrekt sind. Das Problem mit diesen Zahlen entsteht dann, wenn ihr bei der Einführung beziehungsweise Implementierung nicht sorgfältig vorgeht. Dann verlasst ihr euch auf Zahlen, die gar nicht die Realität widerspiegeln.

In der Regel beginnt jeder Analytics-Beratungsauftrag mit einem Analytics-Audit der vorhandenen Implementierung. Dabei prüfe ich mehr als 100 einzelne Punkte. Jede Installation von Google Analytics ist individuell und dadurch sind die Fehler immer wieder andere. Aber die Top 10 der häufigsten Fehler in Analytics halten sich recht stabil. In diesem Artikel stelle ich eine kleine Auswahl der häufigsten Fehler vor – das volle Programm gibt es dann auf der OMKB.

1.  Analytics-Code wird mehrfach ausgeführt

Die Basis einer guten Web-Analyse-Messung ist die Messung der Seitenaufrufe. Diese Messung zählt zu den wirklichen Basics; eigentlich muss man nicht mehr tun, als das JavaScript, das Google Analytics zur Verfügung stellt, in die Seite einzubauen. Eigentlich eine leichte Aufgabe, sollte man meinen. Leider kommt es immer wieder vor, dass selbst diese Basismessung nicht richtig funktioniert. Dann werden Seitenaufrufe doppelt oder dreifach gezählt. Und diese überflüssigen Werte beeinflussen auch andere Kennzahlen in Google Analytics, wie Seiten pro Besuch, Absprungrate etc.

Diese mehrfache Zählung des selben Seitenaufrufs kommt in der Regel dadurch zustande, dass der Analytics-Code zweimal in der Seite ausgeführt wird. Wenn der Code zweimal in der Seite zu finden ist, zählt Google Analytics jeden Seitenaufruf logischerweise zweimal. Zu erkennen ist das an einer extrem niedrigen Absprungrate. Die Absprungrate zeigt an, wie viele Besucher sich nur eine Seite angeschaut haben und dann die Seite verlassen haben. In der Regel ist die Absprungrate größer als 40% und kann durchaus auch über 90% betragen. Wenn aber der Code mehrfach in der Website eingebaut ist, zeigt die Absprungrate einen Wert von <1%.

Wenn also die Absprungrate kleiner als 1% ist, schaut in den Quelltext (oder fragt euren Website-Entwickler), ob der Code eventuell zweimal in der Seite zu finden ist.

2. Die eigenen Mitarbeiter werden vom Tracking nicht ausgeschlossen

Bei der Web-Analyse beobachtet man das Verhalten der Kunden, um darüber Rückschlüsse auf Optimierungen zu ziehen. Man kann analysieren, woher kam der Besucher und was hat er getan. Das Verhalten von echten Besuchern unterscheidet sich oftmals stark von dem Verhalten der eigenen Mitarbeiter, sei es Programmierer, Marketer oder Vertriebler.

Es gibt viele Vertriebsmitarbeiter, die intensiv den eigenen Online-Shop nutzen, um Links für Kunden zu erhalten, die in E-Mails verschickt werden. Teilweise nutzen sie für die Suche der richtigen Shop-Seite die Google-Suche. Dieses Verhalten interessiert uns in der Web-Analyse nicht und deshalb müssen die eigenen Mitarbeiter in der Web-Analyse ausgeschlossen werden.

Google selber empfiehlt einen Ausschluss der eigenen Mitarbeiter mit Hilfe einer festen IP-Adresse. Leider funktioniert das aus technischen Gründen bei aktivierter IP-Anonymisierung nicht. Und die IP-Anonymisierung ist einer der fünf zentralen Punkte, um die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen einzuhalten!

Deshalb müssen andere Maßnahmen ergriffen werden, um die eigenen Mitarbeiter auszuschließen.

Der einfachste Weg ist es, wenn die IT die eigenen Mitarbeiter beim Aufruf der Website erkennt und mit einer benutzerdefinierten Dimension in Google Analytics markiert. Leider ist das Thema durch den Datenschutz bzw. die Anonymisierung der IP-Adresse komplexer geworden. Mehr Informationen und einen weiteren Weg zum Ausschluss findet ihr in diesem Blogpost.

3. Zahlungsdienstleister sind Quelle für Transaktionen

Online-Shops interessiert es besonders, woher die Besucher kamen, die auch tatsächlich gekauft haben. Oft ist der Kauf der erfolgreiche Abschluss der Customer Journey. Aber viele Online-Shops sehen in ihren Berichten merkwürdige Quellen für den Besuch, in dem eine Bestellung ausgelöst wurden. Dort stehen im Bericht Domains wie paypal.com, sofort.com, etc. Das sind Domains von Zahlungsanbietern und die sind nicht wirklich für den Kauf verantwortlich.

Aber diese Domains erscheinen in der Verweisquelle, weil der Kunde direkt vor dem Kauf auf die Website des Zahlungsdienstleisters wechseln musste und anschließend wieder zurückkommt. Dabei wird die verweisende URL übertragen und die enthält dann die Domain des Zahlungsanbieteres. Ob dein Analytics betroffen ist, kannst du mit diesem Tool prüfen, welches ich für die Analytics Challenge beim Analytics Summit in Hamburg entwickelt hatte.

Das Problem an sich ist relativ leicht zu lösen: Alle Domains der Zahlungsanbieter müssen in den Property-Einstellungen des Projekts in die Verweisausschlussliste eingetragen werden. Ihr findet die Verweisausschlussliste in den Property-Einstellungen.

Mehr Tipps auf der OMKB in Bielefeld

Wenn ihr diese drei Punkte überprüft und gegebenenfalls die Fehler behebt, seid ihr auf dem richtigen Weg zu einer besseren Datenqualität in Google Analytics. Und genau das ist auch mein Thema auf der OMKB. Dort gebe ich in meinem Workshop weitere Tipps und ausführlichere Anleitungen.

Mehr zum Programm und den Speakern der OMKB erfahrt ihr auf www.omkb.de. Und das Beste: Mit dem Code growthup10 erhaltet ihr als Leser 10% Rabatt auf eure Tickets für die Veranstaltung am 27. April 2018 in Bielefeld.

Gewinnt jetzt ein Ticket

Eine oder einer von euch kann jedoch jetzt das ganz große Los ziehen und die OMKB 2018 kostenlos besuchen. Tragt euch einfach in die folgende Maske ein, bestellt unseren Newsletter und seid bei der Verlosung dabei. Die Teilnahmebedingungen stehen am Ende dieser Seite. Einsendeschluss ist der 29. März 2018 um 12:00.

Teilnahmebedingungen

  1. Wer das Teilnahmeformular vollständig (Vorname und E-Mail-Adresse) ausfüllt und den Double Opt-In Link bestätigt, nimmt an der Verlosung teil. Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Nutzer.
  2. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird innerhalb von maximal 7 Tagen nach dem Einsendeschluss per Losentscheid ermittelt und dann per E-Mail benachrichtigt. Das Versenden des Gewinns erfolgt, nachdem der Gewinner oder die Gewinnerin den Preis schriftlich angenommen hat.
  3. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Gewinne sind zudem nicht übertragbar.
  4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Erwerb von Produkten oder Dienstleitungen beeinträchtigt nicht den Ausgang des Gewinnspiels.
Über den Autor

Michael Janssen

Gastautor
Ich unterstütze Firmen im Bereich der Datenanalyse und Prozessoptimierung im Online-Marketing. Und bei Bedarf verhelfe ich TYPO3-Seiten zu mehr Power.
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