OMT Recap

Das erwartet euch in diesem Artikel

  • Was haben wir auf dem OMT gelernt?
  • Welche Speaker haben uns beeindruckt?
  • Wie war die Organisation?

Am letzten Freitag stieg in Wiesbaden der OMT von Mario Jung und seinem ReachX-Team. Als VIP-Partner der Veranstaltung reisten wir nicht nur zu dritt an (unsere SEOs Rico und Vanessa sowie meine Wenigkeit), sondern waren zudem schon am Vorabend vor Ort. Dort stellten wir sicher, dass unser Online-Marketing-Quartett überall verteilt wurde und nahmen am Speakers Dinner teil.

Foto: LEAPer am Flughafen

Abb. 1: Reisegruppe LEAP/ auf dem Weg nach Wiesbaden.

Das war eine tolle Gelegenheit, mit den großartigen Vortragenden des OMT ins Gespräch zu kommen. Und am nächsten Tag hatten wir ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollten jeden einzelnen Vortrag besuchen, um alle Inhalte mitzubekommen und euch den ultimativen Recap zu liefern. Und hier ist er, in chronologischer Reihenfolge. Denn nach der Begrüßung durch Mario ging es direkt los.

Foto: Der OMT

Abb. 2: Der Veranstalter eröffnet den Tag.

Raum 1: Stephan Czysch – SEO mit kostenlosen Tools (gesehen von Vanessa)

Perfekt für den Einstieg verteilt Stephan Czysch (gesprochen Tsüsch) einen bunten Blumenstrauß an (zu 99 %) kostenlosen Tools. Der Gründer und Geschäftsführer der TrustAgents ist es gewohnt, vor Einsteigern und Profis zu stehen und bringt seine Tipps mit Witz und Charisma an die Frau und den Mann. Zuerst schien die Anfrage von Mario, einen Beitrag über kostenlose SEO-Tools zu halten, knapp 10 Minuten zu füllen. Doch letzten Endes musste er tatsächlich einige wieder von der Liste streichen, da der 45-Minuten-Slot sonst gesprengt worden wäre.

Foto: Stefan Czysch auf dem OMT

Abb. 3: Stephan in Aktion.

Seine Empfehlungen lassen sich wunderbar in drei Bereiche der SEO gliedern:

  1. OnPage

  • Web Developer Plug-In – Grundlegende Informationen über die Seite, ohne den Quellcode lesen zu müssen
  • Google Search Console & Bing Webmaster Tools – Die absolute Basis, um Daten einer Website einzusehen (Suchanalyse, Crawl-Statistiken, Indexabdeckung)
  • Screaming Frog* – bis zu 500 Dokumente auf SEO-Faktoren testen, ist für kleine Seiten ideal mit unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis 
  • Sistrix Smart Crawler – bis zu 1000 Dokumente auf SEO-Faktoren testen (inkl. Optimierungs-Katalog)
  • Xenu – Dokumente auf wenige SEO-Faktoren testen
  • Microsoft SEO Toolkit – Grundlegende Analysen und Optimierungen
  • BeamUsUp – Crawler ohne Limitierungen, mit allen üblichen Audit-Faktoren

 

  • PageSpeed:
  • Lighthouse* – Realtime-Analyse der Ladezeiten mit Optimierungsmaßnahmen (inkl. SEO-Faktoren)
  • Mobile Friendly Tool – Test auf Optimierung für Mobilgeräte
  • GTmetrix – Realtime-Analyse der Ladezeiten mit Optimierungsmaßnahmen (inkl. Empfehlungen)
  • Tinypng – potenzielle Datenersparnis mit Bilderoptimierung

 

  • Keywordrecherche / Content:
  • Sistrix Snippet Tool – Meta-Daten in der SERP-Vorschau
  • Uebersuggest* – Keyword-Ideen mit Suchvolumina, CPC und Trends
  • AnswerThePublic – Themenrecherche inkl. W-Fragen
  • Google AdPlanner (mit entsprechendem Ad-Budget) – Keyword-Ideen mit Suchvolumina, CPC und Trends

Andere unverzichtbare Tools: Google Markup Helper, Strukturierte Daten Testtool*, Google myBusiness, See Robots Plug-In.

  1. Offpage

  • Google Suche* & Alerts – Suchergebnisse und Erweiterungsvorschläge, Mail-Benachrichtigungen auf Themen
  • SERP Scraper – Daten der gesamten Suchergebnisseiten bis auf Seite 10
  1. Monitoring

  • SEMrush Sensor – SERP-Schwankungen in den letzten 30 Tagen
  • SEOdiver – Rankings der eingegebenen Keywords in den Top 50, URL, Position, Veränderung, Suchvolumen und Jahrestrend
  • SimilarWeb* – generelle Wertung der Domain nicht nur mit der SEO-Brille (auch als Browser Plug-In)
  • TrustAgents Monitoring Template * – auf Google Spreadsheet Basis fürs Monitoring der Keyword-Ranking-Veränderungen

*Tools, die Stephan auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Vielleicht wird er mit diesen Basics bald im Home Office auf den Seychellen sitzen, wer weiß.

Raum 2: Thomas Hutter – Facebook Dynamic Ads – vollautomatisch geräte- und kanalübergreifend skalieren (gesehen von Oliver)

Auf diesen Vortrag habe ich mich total gefreut, denn Thomas ist ja wirklich der Mann, den man sich anschauen sollte, wenn es um Facebook geht. Im Gepäck hatte er das Thema Dynamic Ads, die mir bis dahin größtenteils unbekannt waren.

Foto: Thomas Hutter auf dem OMT

Abb. 4: Thomas Hutter erklärt Dynamic Ads.

Diese werden auf der Basis des Nutzerverhaltens ausgespielt und erlauben vor allem zwei Dinge:

  1. Ein genaues Retargeting, bei dem Nutzern genau die Produkte ausgespielt werden, die sie sich bereits angesehen haben.
  2. Das Erreichen neuer Zielgruppen mit Broad Audiences.

Hierfür muss man lediglich einen Online-Katalog anlegen. Diese Kataloge gibt es mit individuellen Metriken für Produkte (E-Commerce), Hotels, Flüge, Immobilien und Autos. Doch die Produkt-Kataloge lassen sich laut Thomas auch für andere Angebote verwenden – wie z.B. Jobanzeigen oder News-Artikel.

Ein toller Vortrag, der mir ganz neue Möglichkeiten aufgezeigt hat. Und das ganze rübergebracht mit unvergleichlichem Schweizer Charme.

Raum 3: Désirée Kellner – Wie du Akkuschauber an die Frau bringst – Durch Zielgruppenbezogene Anzeigentexte mehr Traffic und Umsatz generieren (gesehen von Rico)

Das Aufzeigen von direkten Benefits ist der beste Weg, um einen Nutzer zum Klicken zu bewegen. Denn diese benennen eine konkrete Verbesserung seiner Situation und sorgen damit für Begeisterung. Wichtig ist dabei, die richtige Ansprache zu finden:

Case 1: männlich vs. weiblich

  • unterschiedliche Arten der Ansprache und Werte
  • weiblich: entdecken, stöbern, sparen, shoppen, große Auswahl, emotional
  • männlich: suchen, finden, kaufen, Qualität, exklusive Auswahl, technisch, nach Bedarf

Case 2: jung vs. alt

  • Unterschied zwischen Betroffenen und Angehörigen bei der Altenpflege
  • verschiedene Ansprache bzw. Fokussierung auf eine Zielgruppe
  • Tipp: Wording aus Foren übernehmen

Case 3: Käufer vs. Interessenten

  • Besucher über Preisvergleicher haben sich schon für das Produkt entschieden und vergleichen nur noch die Preise, diese werden in eine Remarketingliste gepackt und erhalten Ads mit Preisargument
  • anders als „Interessenten“, die noch überzeugt werden müssen

Case „Akkuschrauber“

Für Frauen sollte man keine nerdigen und unverständlichen Eigenschaften wie „Drehmoment“ auflisten, sondern konkrete Benefits aufführen:

  • „ist unkompliziert, wird dich stolz machen“
  • „leichte Handhabung, du bist unabhängig“
  • „du kannst etwas schaffen, was dich ermutigt und glücklich macht“

Insgesamt ein angenehm kurzweiliger Apell, mehr über Emotionen zu kommunizieren und auf verschiedene Blickwinkel individuell einzugehen.

Foto: Desiree Kellner auf dem OMT

Abb. 5: Désirée erklärt, wie man Menschen erreicht.

Raum 1: Jens Fauldrath – SEO Misconceptions (gesehen von Oliver)

Jens ist fraglos einer der unterhaltsamsten Speaker der Szene. Er schafft es, selbst die Basics so rüberzubringen, dass auch Profis gebannt zuhören.

Mir gefällt vor allem seine grundlegende Warnung: „Ich brauche keine Progressive Web App oder ähnliche Spielereien, wenn ich nichtmal meinen Server im Griff habe.“ Denn viel zu oft wünschen sich Betreiber von Websites verrückte Features aus dem neuesten Buzzord-Bingo, anstatt erst einmal die Seite an sich vernünftig aufzustellen.

Für solche Fälle hat Jens nur einen Satz übrig: „Google hasst dich. Und das mit Recht.“

Er plädiert außerdem dafür, ein stimmiges Projektmanegement aufzusetzen, in dem jeder weiß, was er zu tun hat – und das auch tun darf. Ein starker Vortrag, der ohne Mitleid die Schwächen von SEOs und Unternehmen deutlich macht.

Foto: Jens Fauldrath auf dem OMT

Abb. 6: Jens Fauldrath zeigt schonungslos Schwächen auf.

Raum 2: Kerstin Neissl – Amazon-Marketing-Services (AMS) – So nutzt du die Marke (gesehen von Rico)

Kerstin wies uns zunächst einmal darauf hin, dass Amazon mittlerweile sogar eine doppelte Marktmacht innehat: als Suchmaschine für Produkte UND als der Point of Sale (PoS). Entsprechend kann es nicht schaden, die Marketing-Services zu nutzen. Diese gliedern sich in zwei Bereiche:

  • Amazon Seller Central (ASC) = Marketplace für jeden, der verkaufen möchte – „Verkauf über Webstore“ in der Produktbeschreibung
  • Amazon Vendor Central (AVC) = nur für Hersteller – „Verkauf durch Amazon“ in der Beschreibung (hier sind auch „Amazon Stores“ möglich, welche noch mehr Möglichkeiten bei der Landing-Page-Gestaltung bieten

Beide Bereiche haben unterschiedliche Werbemöglichkeiten und Anzeigenformate. Die Ziele von Anzeigen können dabei Umsatz/Gewinn, Abverkauf/Ausverkauf oder Sichtbarkeit/Branding sein. Insgesamt weist das System große Ähnlichkeiten zu Google Ads auf, nur die Bezeichnungen sind anders.

Foto: Vortrag von Kerstin Neissl

Abb. 7: Gleich geht’s los.

Raum 3: Sarah Weitnauer – Hot Shit der Psychologie für deine Website! (gesehen von Vanessa)

Speaker, Teilnehmer, OMT-Mitarbeiter – alle schienen sich in Raum 3 zu zwängen, um Einblicke in die Psychologie zu erlangen. Nicht Tech-Nick sondern Tech-Kratz wird eher unfreiwillig zum IT-Admin und Präsentations-Retter.

Foto: Sarah Weitnauer auf dem OMT

Abb. 8: Karl gibt auch als Techniker alles.

Der breiten Masse an Online-Marketern hat Sarah Weitnauer mit einpräsamen Bildern und Beispielen gezeigt, wie Priming funktioniert. Denn allein mit dem Auge lassen sich im Online-Marketing die Kunden beeinflussen. Dem Publikum wurde gezeigt, wie harte (Takete) und weiche (Maluma) Wörter funktionieren, sich Farben einsetzen lassen und User sich auf einer Seite auch durch Bilder (Blickrichtungen) leiten lassen und letzten Endes da landen, wo ich sie haben möchte.

Gebe ich jemandem eine Anleitung, so wird er in einem Bild oder Video nur darauf achten, die Anleitung zu befolgen. Sobald ich andere Merkmale erfrage, kann er nicht darauf antworten, denn er war mit der Anleitung beschäftigt. Die Wahrnehmung liegt also bei der Anleitung:

„Priming ist die Beeinflussung nachfolgender Reize durch einen vorhergehenden Reiz“. So lässt es sich auch auf Farben übertragen. So zeigt Sarah uns eine bunte 70er Jahre-Tapete und alle wissen sofort das dazugehörige Jahrzehnt – andersrum: auch ihr, die ihr gar kein Bild dazu seht, wisst, welche Farben und Muster wahrscheinlich zu sehen waren.

Wichtige Website-Tipps:

  • Ist der Text zu klein, macht der Besucher das gleiche Gesicht, als wenn er verärgert ist
  • Zahlen trennen hilft beim Verständnis: 7981240 vs. 79-81-12-40
  • Gefühle durch Bilder und Farben hervorrufen
  • Zu viele Produkte/Dienstleistungen auf der Startseite verwirren: max. 4er-Anordnung, denn das Gehirn merkt sich sehr wenig

Raum 1: Maximiliane Mehnert – Content Optimierung – von der Keywordanalyse zur Texterstellung (gesehen von Vanessa)

Hands-On ist das Motto von Maxi, die seit 2012 die Content-Branche erobert. Aktuell ist sie als Consultant bei der luna-park GmbH im Einsatz. Das Thema ist seit Jahren allgegenwärtig und um nichts wird so viel Hype gemacht wie um Content, Holistik und Semantik – alles Buzzwords, die das imaginäre Label „SEO-Wort des Jahres X“ tragen. Da sitzt er nun, der kleine SEO und weiß nicht so recht, wie er mit der neuen Landing-Page anfangen soll. Dank Maximilanes Folien sind endlich ein nachvollziehbarer Plan und eine Schritt-für-Schritt Anleitung der Content-Erstellung in greifbarer Nähe. Fehlt es also nur an der Umsetzung.

Foto: Maximiliane Mehnert auf dem OMT

Abb. 9: Wie findet man eigentlich gute Themen?

Inhaltlich geht es in 6 Schritten zum Texterbriefing und dem anschließenden Monitoring. Wichtig vor dem Abarbeiten des Plans ist: Zeit nehmen! Allein die Themenanalyse und die Recherche dauern ihre Zeit. Bis zur Umsetzung des Briefings durch eine Redaktion oder einen Dienstleister und der „Endstation“ (dem Livegang) können Wochen vergehen.

Doch nicht nur die Neuerstellung steht im Fokus, mit dem Schritt-für-Schritt Plan sind auch die Optimierung und Überarbeitung bestehender Inhalte möglich.

Wer gleich loslegen will, sollte sich am besten Maximilanes Folien vornehmen.

Raum 2: Felix Beilharz – 9 Social Media Strategien, Taktiken und Techniken (gesehen von Oliver)

Felix zeigte in seinem kurzweiligen Vortrag einige Ideen, mit denen man es zu mehr Engagement in den sozialen Netzwerken bringen kann. Zu jedem seiner 9 Tipps hat er ein paar Best Practices (und manchmal auch eine Worst Practice) mitgebracht, die das Ganze wunderbar veranschaulichen. Und besonders schön: Eine Best Practice ist unser Quartett! Aber zu seinen Tipps:

  1. User-generated Content: Wenn ihr es schafft, eure Nutzer zu animieren und ihr Ego zu kitzeln, bekommt ihr eine Rechweite, die ohne sie niemals möglich gewesen wäre. Ganz nach der Grundidee der Social Media: Menschen vernetzen sich mit Menschen.
  2. Egobait: Interviews mit Experten, Trendposts oder Bestenlisten helfen euch, von den Meinungsführern wahrgenommen und weiterverbreitet zu werden.
  3. Gruppen: Diese sind vor allem bei Facebook und LinkedIn eine gute Quelle für Reichweite. Aber auch bei Xing könnt ihr es mal probieren.
  4. Personification: Habt ihr einen tollen Menschen, der euer Produkt verbreiten kann? Oder ein Tier? Oder einen Avatar? Ganz egal, denn alles, was persönlich daherkommt, hat mehr Erfolg als eine Marke.
  5. Content-Reihen: Wenn ihr regelmäßige Reihen startet, werden eure Nutzer diesen entgegenfiebern.
  6. (Ein bisschen) Polarisieren: Wenn ihr aneckt und aus der Masse herausstecht, ist das eine etwas andere Art der Expertenpositionierung.
  7. Wir-Gefühl erschaffen: Wer es schafft, eine wirkliche Community aufzubauen, hat schon gewonnen.
  8. Influencer sinnvoll einsetzen: Hier kann sich sicher jeder vorstellen, was gemeint ist. Wichtig sind Bezug zum Produkt und eine gewisse Authentizität.
  9. Newsjacking: Auf virale Themen aufzuspringen und diese zu kapern sieht Felix als absolute Königsklasse an.
Foto: Felix Beilharz auf dem OMT

Abb. 10: Eine treffsichere Kampagne.

Raum 3: Sven Deutschländer – 11 Google Analytics Berichte, die jeder Online-Marketer richtig spannend findet (gesehen von Rico)

Zu Beginn legte Sven die Ziele der Webanalyse fest: Kunden kennenlernen und die Customer Journey verstehen. Danach folgten zahlreiche Berichte, mit denen man mehr aus den Analytics-Zahlen rausholen kann. Zum Beispiel:

Geobericht: US-Kunden suchen nach DE-Blumengutscheinen. Dabei handelt es sich wohl um Expats, die ihrer deutschen Oma einen Blumenstrauß schicken wollen. Es kann also nicht schaden, auch in den USA Anzeigen dafür schalten.

Netzwerke: Bericht über alle ISP, die Traffic geliefert haben. Hier muss man bekannte Player wie Telekom, Vodafone etc. wegfiltern. Übrig bleiben Firmen mit eigenem „Internetzugangspunkt“ und eine wertvolle Liste für Sales, wenn z.B. eine Agentur dafür Traffic bekommt. So erkennt man das Interesse an einer Dienstleistung/Firma von einem potenziellen Kunden.

Insgesamt ein sehr schöner, spannender und gut präsentierter Vortrag dazu, wie man mehr aus Analytics herausholen kann und neue Blickwinkel bekommt: „Analysieren statt zählen“!!!

Foto: Sven Deutschländer auf dem OMT

Abb. 11: Sven hat Spaß.

Raum 1: Bastian Grimm – OK Google, what’s next? The 2018 Edition! (gesehen von Rico)

Bastian diskutierte in seinem Vortrag, in welche Richtungen sich Google in der nächsten Zeit entwickeln könnte.

Wichtig sind in diesem Kontext zum Beispiel Dinge wie Featured Snippets und Schema.org. Aber auch die Karussells über den Suchergebnissen und die Veränderungen im Hinblick auf die Sprachsuche sind zu wichtig, um sie links liegen zu lassen.

Ein schöner Reminder, dass man sich nicht ausruhen darf, wenn man in der SEO erfolgreich sein will.

Foto: Bastian Grimm auf dem OMT

Abb 12: Bastian legt los.

Raum 2: Nils Kattau – How to start a startup: Wie du massig Leads und Early Bird Sign-ups für neue Startups und Produkte akquirierst – ohne Werbebudget (gesehen von Vanessa)

Foto: Nils Kattau auf dem OMT

Abb. 13: Nils Kattau spricht zu seinem Thema.

Als Gründer probiert man sich aus. Mit smartimize hat Nils ein Produkt auf den Markt bringen wollen, das im Nachhinein nicht ausgereift war und deshalb scheiterte der Launch.

Die Akquise perfektioniert, bevor das Produkt fertig war, so das Fazit. Vor dem Launch erzielte er mit seiner Landing-Page eine Coversion-Rate von 50 % (!), aber das half ihm trotzdem nicht bei der Produktentwicklung. Die Seite bestand aus grundlegenden Informationen und mehr nicht. Keine Preisangaben, kein Schnickschnack. So erreichte er tausende Anmeldungen und Interessenten mit einer optimierten Landing-Page, deren einziges Ziel das Ausfüllen eines minimalen Formulars (Mail-Adresse) war.

Er führt uns entlang der Landing-Page und der Costumer Journey. Wichtiges Learning für mich: kommuniziere klar, dass dem Kunden mit der Bestätigungsmail noch ein Schritt bevor steht – nämlich das Klicken auf den Bestätigungslink. Mit „Vielen Dank“ auf der Folgeseite, schließt man einen Prozess ab, dabei wartet noch eine Mail im Postfach.

Tipps für Gründer – aber auch E-Mail-Marketer:

  • Produktentwicklung abschließen
  • Bestätigungsseite (nach dem Einschreiben) nutzen, um Shares zu generieren
  • Markenbotschafter sorgen für nachhaltige CR, auch „lange“ nach der ursprünglichen Promotion
  • Eine Preiskommunikation und eine höhere Anzahl an Formularfeldern ist nur dann sinnvoll, wenn ihr eure Zielgruppe eingrenzen wollt

Raum 3: Neele Hehemann – „Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf (gesehen von Oliver)

Da mich mein Social-Media-Kollege immer wieder anpöbelt, dass ich zu selten poste, war dieser Vortrag eine absolute Pflichtveranstaltung für mich.

Merke: Wenn gar nichts geht, dann poste

  • Vergleiche,
  • Sprüche,
  • Abstimmungen,
  • Memes (solange das noch geht),
  • Inhalte von anderen oder
  • etwas zu aktuellen Anlässen.

All diese Dinge erfordern vergleichsweise wenig Aufwand und lassen sich schnell umsetzen. Sie dürfen aber selbstverständlich nicht die Masse der Postings ausmachen.

Zur Recherche helfen SEO-Keyword-Tools wie AnswerThePublic oder auch Seiten wie Pinterest. Hier könnt ihr herausfinden, was die Menschen zu einem bestimmten Thema interessiert und dann eure Posting-Strategie daran ausrichten.

Zudem kann es nicht schaden, hübsche Vorlagen in Photoshop oder Canva zu basteln und die Funktionen der einzelnen Plattformen wirklich auszureizen. Seien es nun Filter, Hashtags oder etwas ganz anderes.

Foto: Neele Hehemann auf dem OMT

Abb. 14: Neele sorgt für volle Köpfe.

Raum 2: Sascha Behmüller – Google Tag Manager Kochkurs – mit diesen Rezepten kannst auch Du den GTM nutzen (gesehen von Oliver)

Damit nicht 350 Menschen zeitgleich zum Buffet stürmen, fand in einem Raum ein Vortrag statt, während in den anderen beiden schon Pause war. Eine gute Idee, die auch von vielen interessierten Zuhörern angenommen wurde.

Sascha erkläre, was es mit dem Tag Manager auf sich hat und wie man ihn auch ohne Coding-Kenntnisse sinnvoll einsetzen kann. Das kam mir sehr entgegen und ich habe einiges gelernt – z.B. einen tollen Shortcut, um die Titles und Descriptions per Tag Manager auszuspielen. Das hilft vor allem dann, wenn sich eine IT als langsam oder unfähig herausstellt.

Dass Sascha das Ganze aber als Kochkurs aufgezogen hat und nach jedem Punkt ein Rezeptvideo von YouTube abspielte, war gegenüber den Hungernden im Publikum schon sehr gemein. Ich werde ihm bei Gelegenheit noch dafür in den Hintern treten…

Foto: Sascha Behmüller auf dem OMT

Abb. 15: Viele wollten lieber kochen als essen.

Raum 1: Thomas Mindnich, Jens Fauldrath und Mario Jung – SEO Q&A mit Live-Siteclinic (gesehen von Vanessa)

Die Siteclinic war wie immer großartiges Entertainment mit interessanten Einblicken und kreativen Schimpfwörtern. Mehr wird dazu aber nicht verraten.

Raum 2: Hendrik Unger – Videomarketing nur ein Hype? – Chancen, Risiken und Potenziale (gesehen von Oliver)

Der Video-Vortrag von Hendrik Unger war leider nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Das lag vor allem an zwei Dingen:

  1. Es ging viel um Social Media, aber relativ wenig Hands-On um das Erstellen und Vermarkten von Videos. Zweiteres hätte mich deutlich mehr interessiert.
  2. Einen ähnlichen Vortrag hatten wir vor kurzem schon in der LEAP/ Academy, daher war für mich nicht viel neues dabei.

Diese Kritik soll aber nichts über den Vortrag an sich aussagen. Hendrik hatte viele wichtige Insights dabei, die vom Publikum begierig niedergeschrieben wurden. Nur für mich hat es in diesem Fall halt nicht gepasst – aber das passiert.

Foto: Hendrik Unger auf dem OMT

Abb. 16: Ist es nur ein Hype?

Raum 3: Philip Voß – Kunden führen und gewinnen: Content entlang der Customer Journey (gesehen von Rico)

User haben verschiedene Trigger, Kenntnisse und Suchintentionen. All diesen Ausprägungen solltet ihr über Personas ein Gesicht geben. Denn nur, wenn ihr eure Nutzer kennt, könnt ihr ihnen für jeden Teil der Customer Journey die passenden Inhalte bieten.

Dabei müsst ihr beachten, dass eine Customer Journey auch mal mehrere Monate dauern kann und nicht nur online stattfinden muss. Philips Vortrag sorgte dafür, diese Umstände nochmal in den Vordergrund zu rücken.

Abb. 17: Das Publikum wartet gespannt.

Raum 1: Christian Wenzel – 80,000+ (FREE) organische Besucher pro Monat (gesehen von Vanessa)

Der Titel lockt einige wissbegierige und neugierige Kollegen in den Vortrag, der schon besonders anfing. Die Anweisung war: Schließt eure Augen und visualisiert euer Ziel.

Mr. Brokkoli stellt uns anhand seines Portals „vegan Athletes“ vor, wie er es mit drei Pfeilern zu mehr erheblich mehr Traffic gebracht hat:

  • SEO
  • Pinterest
  • E-Mail-Marketing
Foto: Christian Wenzel auf dem OMT

Abb. 18: Speaker im Vordergrund, Twitterwall im Hintergrund.

Mit Präsentation und Flipcharts und vorgegebener Struktur wissen wir alle vorab, worauf wir uns einlassen. Ähnlich strukturiert geht Christian im Bezug auf Content vor. Er schwört auf

  • Inhaltsverzeichnisse,
  • dynamische Inhalte und
  • „überfliegbaren“ Content.

Mit dem Ziel Ziel „Ich will mit dem Begriff Haferflocken gaaanz oben in den SERPs stehen“ entstehen weder authentischer Inhalt noch Mehrwert noch Holistik. Die Zielgruppe muss jedoch im Hinblick auf ihre Bedürfnisse und Vorlieben angesprochen werden:  der eine guckt ein Video, die andere will Texte lesen und ein dritter hört sich einen Podcast an. Besonders ratsam für einen Blog sind externe Redakteure.

Eine dankbare Bildersuchmaschine (!) ist Pinterest und für seinen Case erreicht er genau die Zielgruppe, die er für seinen Blog festgelegt hat (fitnessinteressierte Frauen). Der große Unterschied zu Instagram sind die Links, die direkt auf dem Bild (per Doppelklick) erreichbar sind und auf eine Landing-Page führen.

Mit E-Mail-Marketing verhält es sich ähnlich wie beim Content: bietet dem Nutzer viel und erlangt so sein Vertrauen, das wird sich später auszahlen.

So gilt für alle Bereiche „Gebt viel for free“ und seid authentisch!

Raum 2: Dennis Klaus – Fack y.. Click Conversion – Call Tracking rocks (gesehen von Rico)

Normalerweise ist ein Telefonanruf für uns Onliner ein Medienbruch. Doch das persönliche Gespräch kann eine ganz neue Ebene schaffen, Probleme aus dem Weg räumen und Fragen beantworten. Gerade bei hochpreisigen Produkten ist es also eine sinnvolle Ergänzung.

Es ist aber natürlich auch hier nötig, für ein verlässliches Tracking zu sorgen. Hier helfen drei Stufen:

  • 1. Stufe: individuelle Nummern für Print-Anzeigen, TV, Radio oder Web/Display
  • 2. Stufe: kampagnenbasierte Telefonnummern – die Senioren-Kampagne in der Bäckerblume hat also eine andere Telefonnummer als die Studenten-Kampagne in der Audimax
  • 3. Stufe: dynamische/individuelle Nummern für jeden Website-Besucher („Offline Cookies“)

Dennis zeigte uns damit spannende Ansätze, um Online nach Offline zu verlängern und nicht nur einen Kanal als Hebel zu nutzen.

Foto: Nico Zorn auf dem OMT

Abb. 19: Hier rockt es gleich.

Raum 3: Björn Tantau – Messenger Marketing #forthewin! Wie du mit dem Facebook Messenger und WhatsApp Traffic, Leads und Sales generierst… (gesehen von Oliver)

Noch vor wenigen Wochen habe ich mit Björn über das Thema Messenger-Marketing gesprochen. Da war es klar, dass ich mir seinen Vortrag nicht entgehen lassen konnte.

Er zeigte unterhaltsam auf, wie wichtig Messenger mittlerweile sind – und wie großartig man mit ihnen die Menschen erreichen kann. Open Rates von bis zu 90 % sprechen für sich.

Wichtig dabei (wie immer): Liefert gute Inhalte und versucht erst später, etwas zu verkaufen. Aber das machen wir ja alle eh so. Genauso wie Björn, der mit einem starken Vortrag sicher viele Zuhörer dazu gebracht hat, das Messenger-Marketing einmal auszuprobieren. Wir werden das Thema auf jeden Fall angehen.

Foto: Björn Tantau auf dem OMT

Abb. 20: Das sind aber hübsche CTA.

Raum 1: Olaf Kopp– Entwicklung eines SEO-Strategie-Konzepts (gesehen von Rico)

Olaf zeigte uns einen Workflow für die Content- und Themenanalyse. Hier lautet die große Empfehlung: Besorgt euch die Slides, der Vortrag war echt klasse.

Foto: Olaf Kopp auf dem OMT

Abb. 21: So eine Strategie hat schon was.

Raum 2: Nico Zorn – Digital Loyalty: Warum gewinnst Du eigentlich noch Neukunden? (gesehen von Vanessa)

Neukundengewinnung ist bei jedem Kunden ein Thema, der Bestandskundenanteil ist in vielen Unternehmen in schnelllebigen Branchen deutlich unter der 80/20 Regel.

Foto: Nico Zorn auf dem OMT

Abb. 22: Comics sind immer gut.

Nico bringt das oft gehörte, aber trotzdem berechtigte Beispiel der Mobilfunkanbieter. Damit ich Neukunde werde, lockt man mit dem neusten IPhone zu unschlagbaren Konditionen und obendrauf noch einmal 40 GB. Dem Bestandskunden, der während der 2 Jahre nicht aus seinem Knebelvertrag kommt, bietet man zur Verlängerung was? Genau, nichts.

Die Frage ist, warum wir so viel Budget und Ressourcen in die Neukundengewinnung stecken, wenn wir oft nicht mal wissen, was der Customer-Lifetime-Circle ist.

Noch mehr Fragen, die sich jeder Marketer stellen sollte:

  • Wieso schicken wir Kunden von unserer Seite auf Plattformen, deren Daten wir nicht in der Hand haben (Stichwort Facebook, Instagram…)?
  • Wie verhindere ich eigentlich, dass ein Kunde kündigen möchte?
  • Wie kommuniziere ich mit meinen Kunden?
  • Welche Servicemöglichkeiten biete ich ihm?
  • Mein Highlight war die Frage: Gibst du dem Kunden das Boutique-Gefühl? Wie komme ich dahin, dass der Nutzer online die Offline-Erfahrung des persönlichen Kontakts nicht vermisst?

Raum 3: Lars Budde – Facebook-Advertising: 45 Tipps in 45 Minuten (gesehen von Oliver)

Lars Budde brachte in 45 Minuten ebenso viele Tipps zum Thema Facebook Advertising unter die Leute. Das war wahnsinnig abwechslungsreich und sorgte dafür, dass die Zeit wie im Flug verging.

Mit gefiel vor allem die Idee, simple Strukturen mit großen Zielgruppen zu nutzen, um die Anzeigen besser skalieren zu können. Aber auch darüber hinaus merkte man, dass hier ein absoluter Profi auf der Bühne stand, der für alle Anwesenden etwas bis dato unbekanntes im Gepäck hatte. Definitiv eines meiner Tages-Highlights.

Foto: Lars Budde auf dem OMT

Abb. 23: 45 Minuten können ganz schön schnell vergehen.

Raum 1: Heiko Höhn, Désirée Kellner, Carsten Schröder, Gerrit Sturm, Nils Kattau, Hendrik Unger und Thomas Mindnich – OMT Website Clinic (gesehen von Oliver)

In voller Gruppenstärke wurde hier die Website eines Besuchers auseinandergenommen.

  • Heiko legte die OnPage-Schwachstellen dar.
  • Nils machte klar, dass Conversions schwierig werden, wenn niemand den Shop findet.
  • Gerrit zeigte, dass Sicherheitslücken oft zu schlimmen Ergebnissen führen können.
  • Hendrik führte vor Augen, wo noch am Auftritt in den sozialen Netzwerken geschraubt werden muss.
  • Désirée schlug eine stimmige SEA-Strategie vor.
  • Carsten warnte vor Abmahnfallen, die schnellestens ausgemerzt werden müssen.
  • Thomas analysierte in seiner bekannt liebenswürdigen Art, wo die Inhalte absoluter Schrott sind.

Eine kurzweilige und interessante Veranstaltung, bei der der Seitenbetreiber einiges an Hausaufgaben mitgenommen hat.

Foto: Alle Speaker der Siteclinic

Abb. 24: Vor diesem Team kann man fast Angst haben.

Raum 1: Karl Kratz – „Die Kunst digitaler … Berührung.“ (gesehen von Oliver)

Zum Abschluss gab es dann nochmal richtig auf die 12. Wer Karl kennt, weiß, wie viel Spaß seine Vorträge machen. Und wer ihn nicht kennt, sollte das schnellstens ändern. Der zentrale Punkt seiner Keynote war ein Gefühl, das ihr in euren Besuchern auslösen müsst:

DAS BIN JA ICH! DAS WILL ICH AUCH!

Wie ihr das macht, ist euch überlassen. Von Karl gab es aber wie immer schöne Impulse, untermalt von einer mitreißenden Vortragsweise.

Foto: Karl Kratz auf dem OMT

Abb. 25: Karl Kratz erklärt Dinge.

Fazit

Das war mein erster OMT – und ich würde ihn als rundum gelungen bezeichnen. Annika, Mario und ihr Team haben ganze Arbeit geleistet, um eine inhaltlich hochwertige Konferenz in familiärer Atmosphäre auf die Beine zu stellen.

Zudem ein großes Lob an die Moderatoren der drei Räume: Daniela Malzer, René Dhemant und Robin Heintze. Die drei führten kenntnisreich und mit einem Augenzwinkern durch den Tag und hatten einen großen Anteil daran, dass alle Teilnehmer auch nach 10+ Stunden am Ball geblieben sind.

Im nächsten Jahr gerne wieder!

Foto: Die Moderatoren des OMT

Abb. 26: Das tolle Moderatorenteam.

Über den Autor

Oliver Engelbrecht

Chefredakteur
Nach meinem Studium der Politikwissenschaft (mit dem Schwerpunkt Diplomatie) habe ich zunächst das SEO-Portal aufgebaut und zuletzt als Chefredakteur geleitet. Nun bin ich bei der Agentur LEAP/ für das Marketing verantwortlich und koordiniere unser Magazin GrowthUp - wiederum als Chefredakteur.
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