Schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen gemacht …? So klappt es in Zukunft besser!

Das erwartet euch in diesem Beitrag

  • Wie kommt es zu schlechten Erfahrungen mit SEO-Agenturen?
  • Welches sind die häufigsten Probleme in der Zusammenarbeit?
  • Wie verbessert ihr die Zusammenarbeit nachhaltig?

Die Agentursuche und die finale Entscheidung für einen SEO-Dienstleister ist oftmals ein längerer, mehrstufiger Prozess. Umso wichtiger ist es, bei negativen Erfahrungen nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen und auf die Suche nach einer neuen Agentur zu gehen. Stattdessen solltet ihr zunächst versuchen, bestehende Probleme gemeinsam zu lösen.

Einzige Ausnahme: Habt ihr euch auf eine Agentur eingelassen, die euch konkrete Rankings und Top-Positionen für eure Keywords verspricht, solltet ihr schnellstens die Flucht ergreifen. Das spricht für Unprofessionalität, und es ist unwahrscheinlich, dass diese Ziele erreicht werden. Dann solltet ihr gleich einen neuen SEO-Dienstleister suchen. Wie ihr diesen findet, erfahrt ihr hier bei uns auf GrowthUp: „Mit diesen Fragen findet ihr die richtige SEO-Agentur“.

In diesem Beitrag geht es um häufige Probleme bei der Zusammenarbeit und wie ihr diese löst – oder noch besser: von vorneherein vermeidet.

Wie kommen schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen zustande?

Fallen Clicks, Impressions und die Sichtbarkeit für eure Website ab, muss sich eure SEO-Agentur eventuell auf Fragen von euch gefasst machen wie zum Beispiel: Bringt die Zusammenarbeit überhaupt etwas? Was hat die Agentur falsch gemacht? Wo bleiben die Rankings? Warum wurden Fehler nicht frühzeitig erkannt?

Einbußen bei der Sichtbarkeit sind aber nur einer von vielen Gründen, die zu Unzufriedenheit auf Seiten des Kunden führen können. Auch mangelhafte Arbeitsergebnisse, Unzuverlässigkeit usw. können dazu führen, dass der gewünschte Erfolg bei der Optimierung ausbleibt.

Das ist wichtig, schließlich hat dies auch Folgen für euren Umsatz. Wenn die Agentur ausweicht, ist das ein schlechtes Zeichen, und ihr solltet dem nachgehen.

 

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In den meisten Fällen entstehen die Probleme durch Missverständnisse. Zumal in der Regel alle Beteiligten gute Absichten verfolgen und sich eine optimale Kooperation wünschen.

Die häufigsten Probleme zwischen Kunde und SEO-Agentur sind auf die folgenden grundlegenden Hürden zurückzuführen:

  • Unklare Ziele und Erwartungen an die Beratung
  • Betriebsblindheit der SEO-Experten
  • Mangelnde Kommunikation mit negativen Folgen für die Vertrauensbasis

Wir gehen nun näher auf diese verschiedenen Aspekte ein. Und vor allem geben wir euch einige praktische Hinweise, wie ihr solche Probleme jetzt und in Zukunft vermeidet.

Warum gab es schlechte Ergebnisse?

Schlechte Erfahrungen bei der Betreuung durch eine SEO-Agentur können also vielfältig sein und sich sowohl auf die praktische Zusammenarbeit als auch auf die erbrachten Leistungen beziehen. Oder aber sie manifestieren sich als „ungutes Bauchgefühl“. Wir unterteilen sie hier in drei verschiedene Bereiche: harte und weiche Faktoren sowie Projektmanagement.

Welche Fehler hat die Agentur gemacht?

Oftmals gibt es Fehler, die immer wieder auftreten. Was Auftraggeber häufig beklagen sind zum Beispiel diese Punkte:

Harte Faktoren

  • Meine Erwartungen werden nicht erfüllt. Ich sehe keine Rankingverbesserungen.
  • Fehler(meldungen) wurden nicht frühzeitig erkannt.
  • Die Qualität der Arbeitsergebnisse entspricht nicht meinen Vorstellungen.
  • Es fehlen klare Ziele, Messwerte, Deliverables und ein Umsetzungsplan.
  • Die SEO-Leistungen sind zu teuer. Es kommen immer mehr Kosten auf mich zu, die ursprünglich nicht vereinbart waren.
  • Wir haben unterschiedliche Meinungen zu den notwendigen SEO-Maßnahmen.
  • Es fehlt eine gemeinsame Strategie.

Weiche Faktoren

  • Ich habe selbst keine Ahnung von SEO, und die Agentur kann es nicht ausreichend erklären.
  • Die Agentur geht nicht auf meine Wünsche und Fragen ein.
  • Wir reden aneinander vorbei. Meine Ansprechpartner hören mir nicht zu.
  • Wir verstehen uns zwischenmenschlich nicht.
  • Die Agentur geht auf Feedback nicht ein und macht immer wieder die gleichen Fehler.

Projektmanagement

  • Alle paar Wochen eine andere Person: Mir ist unklar, wer mein Ansprechpartner ist.
  • Ich erreiche meine Ansprechpartner nicht oder erhalte zu spät Rückmeldung.
  • Die Agentur hält sich nicht an vereinbarte Fristen.
  • Ich erhalte kein Reporting über die erbrachten Leistungen und das Budget. Oder aber die Rechnungen sind unverständlich.
  • Protokolle sind lückenhaft oder fehlen komplett.

Na, erkennt ihr eure Probleme wieder? Die Liste lässt sich gewiss noch um einige Punkte erweitern. Im nächsten Abschnitt geht es darum, wir ihr diese Probleme am besten vermeidet.

Wie arbeite ich erfolgreich mit einer SEO-Agentur zusammen?

Eine gute SEO-Agentur geht auf den unterschiedlichen Wissensstand ihrer Partner ein und kann ihr Know-how zielgruppenspezifisch weitergeben. Wenn ihr gar keine Ahnung von der Suchmaschinenoptimierung habt, solltet ihr euch vorher unbedingt einige Basics anlesen. Denn das erleichtert die Kooperation mit dem SEO-Dienstleister ungemein.

Die Suchmaschinenoptimierung ist stark von Google und seinen Algorithmus-Anpassungen (Google Core Updates und unbestätigte Updates) abhängig. Diese Unsicherheit erfahren alle SEO-Experten, egal ob SEO-Agentur oder Inhouse-SEO. Zu wissen, wie Google und andere Suchmaschinen funktionieren, fördert euer Verständnis und den Austausch in der Zusammenarbeit. Dann werdet ihr verstehen, dass ein Einbruch nach einem Google-Update viele verschiedene Gründe haben kann.

Wie kann ich es in Zukunft besser machen?

Das ist jetzt natürlich die alles entscheidende Frage. Hierzu nun einige praxisbewährte Expertentipps.

1. Dokumentation: Alle Absprachen schriftlich festhalten

Nicht erfüllte Erwartungen und Probleme, die mit der konkreten Leistungserbringung zu tun haben, lassen sich oft vermeiden, indem ihr alles gut dokumentiert. Das bedeutet, dass Erwartungen und Ziele von Beginn an von beiden Seiten formuliert und auch schriftlich festhalten werden.

Eine gute Agentur erarbeitet zunächst ein SEO-Audit und erstellt eine Strategie für die Optimierung der Website des Unternehmens. Legt möglichst schon im Vertrag fest, welches die konkreten Leistungen sind. Vermeidet schwammige Formulierungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Pocht auf Überarbeitung, wenn ihr nicht zufrieden seid.

Eine gemeinsame Roadmap erleichtert die Orientierung in der Zusammenarbeit, so wissen alle Beteiligten stets, was geplant ist und wo ihr gerade steht. Gesprächsprotokolle und übersichtliche E-Mail-Verläufe helfen dabei, Absprachen nachvollziehbar zu machen. Haltet alle Absprache fest, so sichert ihr euch ab, auch wenn die Gegenseite plötzlich Gegenteiliges behauptet. In der Regel übernimmt die Agentur die Aufgabe, Protokolle eurer Termine anzufertigen. Besteht darauf, sollte dies nicht der Fall sein. Prüft die zugesendeten Protokolle auf Vollständigkeit und fordert gegebenfalls Ergänzungen.

Wurden solche Maßnahmen von Beginn an versäumt und haben zu Unzufriedenheit oder sogar Konflikten geführt, solltet ihr dies dringend nachholen. Besteht darauf, dass Leistungen, die bisher gefehlt haben, erbracht werden. Gab es bisher zum Beispiel keine Roadmap oder eine konkrete Strategie, fordert die Agentur auf, diese zu erstellen. Das sollte kein Problem darstellen, und ihr bringt die Zusammenarbeit damit wieder auf Kurs.

Kommt es zu Meinungsverschiedenheiten oder erweisen sich die Erwartungen „plötzlich“ als zu unterschiedlich, lohnt manchmal auch ein erneuter Blick in den Vertrag: Was wurde ursprünglich eigentlich vereinbart? Hin und wieder gerät dies im Laufe der Kooperation in Vergessenheit.
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2. Kommunikation: Basis für vertrauensvolle Zusammenarbeit

Kommunikation ist der Schlüssel und die Grundlage für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und nur wenn ihr Vertrauen in die Agentur habt, kann auch ein Google-Update die Zusammenarbeit nicht erschüttern.

Sobald ihr Probleme feststellen, müsst ihr sie frühestmöglich ansprechen, um Frustration und Folgeschäden zu vermeiden. Negative Ergebnisse haben früher oder später Einfluss auf euren Umsatz und den Erfolg des Unternehmens. Meist lassen sich Schwierigkeiten ganz einfach durch Offenheit lösen. Vielleicht kennt ihr ja die Geschichte mit dem Hammer von Paul Watzlawick?

Achtet darauf, wie der Kommunikationsfluss abläuft: Wer redet mit wem? Sind alle Stakeholder frühzeitig ins Boot geholt worden? Nutzt einen E-Mail-Verteiler, um alle Beteiligten zu informieren, sofern es diesen bisher nicht gibt. So erspart ihr euch, dass jemand nicht informiert ist, weil er „nicht in CC war“.

Vielleicht lässt die Kommunikation strukturell auch an anderer Stelle verbessern. Ein Beispiel: Oftmals ist es zielführender, wenn die SEO-Agentur direkt mit den Entwicklern spricht – statt über eine Zwischenperson, die der direkte Ansprechpartner beim Auftraggeber ist. Fragt euch auch, ob ihr das Thema SEO ernst genug nehmt und genügend Ressourcen dafür bereitstellt bzw. bereitstellen könnt, gerade was die IT betrifft. Es kann sehr frustrierend sein, wenn die Empfehlungen der Agentur nicht umgesetzt werden, weil Kapazitäten und Priorisierungen im Unternehmen es nicht zulassen.

Das Vertrauensverhältnis muss sich stückweise erst aufbauen. Dazu gehört etwa, dass sich beide Seiten an Absprachen halten, Fristen eingehalten werden und auf Fragen und Bedenken eingegangen wird. Und selbstverständlich, dass beide Partner transparent und ehrlich sind und Probleme nicht verschweigen. Das betrifft die konkreten SEO-Leistungen ebenso wie das Projektmanagement. Wenn ihr mit bestimmten Dingen unzufrieden seid, solltet ihr nachfragen, woran es liegt. Optimiert im Zweifelsfall nach und fordert all die Dinge ein, die bisher gefehlt haben. Wenn ihr eine dringende Anfrage an eure Ansprechpartner übermittelt, dann kommuniziert auch, bis wann ihr eine Antwort benötigt, um Fristversäumnisse zu vermeiden.

Manchmal hilft es, sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen. Eine Frage dabei lautet: Betreut die Agentur vielleicht gerade viele Unternehmen? Da kann schon mal was durchrutschen, was auch ok sein sollte. Das Wichtigste aber ist, dass dies nicht der Regelfall ist und dass der Dienstleister aufrichtig und transparent bleibt und nicht versucht, etwas zu vertuschen.

Passieren die gleichen Fehler immer wieder, solltet ihr euch eventuell doch auf die Suche nach einer neuer Agentur für die Suchmaschinenoptimierung begeben.

Exkurs: Konflikte kommunizieren

Auch wenn sich die Lage bereits zugespitzt hat, heißt das nicht, dass sie nicht mehr zu retten ist. Schließlich gibt es verschiedene Phasen der Konfliktkommunikation. Es muss also nicht zwingend dazu kommen, dass die Kommunikation abgebrochen wird. Vielleicht bringt ein Mediator ja die nötige Schlichtung?

Wenn man jedoch so gar nicht zurechtkommt, kann auch ein Wechsel des Ansprechpartners eingefordert werden. Liegen die Probleme indes tiefer, treten sie selbst nach einem Wechsel früher oder später wieder hervor.

Unser Tipp: Methoden der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) können auch im Arbeitskontext hilfreiche Hebel bieten.

3. Was habe ich selbst versäumt?

Bevor ihr nur die Fehler auf Seiten den Agentur sucht, lohnt es auch, sich einmal an die eigene Nase zu fassen: Was könnt ihr möglichweise selbst besser machen?

Folgende Fragen helfen euch als Unternehmen dabei:

  • Wisst ihr, was ihr von der Zusammenarbeit erwartet?
  • Habt ihr eure Erwartungen klar genug kommuniziert?
  • Waren eure Briefings eindeutig und ausführlich?
  • Habt ihr der Agentur genug Informationen über euer Geschäftsmodell gegeben (zum Beispiel im Kick-off-Gespräch)?
  • Habt ihr bei schlechten Erfahrungen das Gespräch gesucht oder euch nur „im Stillen“ geärgert?
  • Habt ihr gerade mächtig Druck vom Chef und tragt diesen an die Agentur weiter?

Probleme können auch davon abhängig sein, welche Person auf Kundenseite für die Suchmaschinenoptimierung bzw. die Zusammenarbeit mit der Agentur verantwortlich ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Kollegen, der gar keine SEO-Erfahrungen mitbringt, können auch Verständnisprobleme zu Unzufriedenheit führen.

Fragt in jedem Fall nach, wenn ihr etwas nicht versteht. Was auch daran liegen kann, dass SEO-Experten bisweilen etwas betriebsblind sind und nicht merken, dass es für den Laien größeren Erklärungsbedarf gibt.

All das hilft euch, das SEO-Business besser zu verstehen. Wichtig ist: Suchmaschinenoptimierung ist ein langfristiger Prozess, der nicht von heute auf morgen Früchte tragen kann und der auch von Googles Maßnahmen und Updates abhängig ist. Das solltet ihr einkalkulieren und nicht die Erwartung haben, dass die Optimierung Erfolge über Nacht beschert.

Wie finde ich eine gute SEO-Agentur?

Die Suche nach einer guten SEO-Agentur ist nicht unbedingt einfach, denn es gibt immer auch schwarze Schafe am Markt. Der Aufwand, den ihr betreibt, um eine gute Agentur zu finden, zahlt sich aber auf lange Sicht garantiert aus.

Achtet bei der Auswahl darauf, welche Erfahrungen und welche Expertise die Agentur beispielsweise anhand von bisherigen Kunden mitbringt und welche Reputation sie in der SEO-Szene genießt.

Schaut genau, wie sich die Agentur auf die erste Präsentation vorbereitet: Sind die Ergebnisse sorgfältig, professionell und vor allem individuell auf euch zugeschnitten? Ist der Vertrag ein individuelles oder ein Standard-Angebot usw.? Klar ist: Eine wirklich gute SEO-Agentur bietet keine Standardlösungen, sondern erarbeitet individuelle Empfehlungen.

Und bedenkt auch: Eine gute Agentur für Suchmaschinenoptimierung setzt auf Nachvollziehbarkeit bei allen Leistungen und dem Reporting. Und sie macht keine falschen Versprechungen bei Rankings und Umsatzzahlen.

Die Frage „Was zeichnet eine gute SEO-Agentur aus?“ hat der Experte Olaf Kopp ausführlich in einem lesenswerten Beitrag behandelt.

Zusammenfassung

Solltet ihr negative Erfahrungen bei der Beratung durch eure SEO-Agentur haben, dann schmeißt nicht gleich alles hin. Sondern versucht zunächst, diese einvertnehmlich zu lösen.

  • Eignet euch unbedingt eigenes SEO-Wissen an, um die Arbeit und die Funktionsweise der Suchmaschine besser zu verstehen.
  • Klare Ziele und dokumentierte Absprachen erleichtern die Zusammenarbeit.
  • Kommunikation und Transparenz stärken das Vertrauen und den Austausch zwischen Unternehmen und Agentur. Fordert ein, was euch bisher gefehlt hat.

Lernt auch aus euren eigenen Versäumnissen und vermeidet so in Zukunft schlechte Erfahrungen.

Falls ihr euch für den Wechsel zu einer neuen Agentur entscheidet, gibt es viele gute und professionelle Anbieter auf dem Markt. Das Team von LEAP/ wünscht euch dabei viel Erfolg!

Über den Autor

Wiebke Unger

Redakteurin
Seit Februar 2019 bin ich bei LEAP/ im SEO-Consulting Team tätig. Nach meinem geistes- und medienwissenschaftlichen Studium habe ich zunächst 3 Jahre in der Presse- und Öffentlichkeit gearbeitet. Jetzt wende ich mein Wissen in der Suchmaschinenoptimierung und im Online-Marketing an.