WordPress-SEO: So gelingen die ersten Schritte hin zu besseren Rankings

Das erwartet euch in diesem Beitrag

  • Weshalb ist SEO für WordPress-Websites so einfach?
  • Was solltet ihr anfangs beachten und auf eurer Website umsetzen?
  • Was ist bei der Suchmaschinenoptimierung grundsätzlich noch wichtig?

WordPress ist mit derzeit rund 50 Prozent Marktanteil das mit Abstand beliebteste CMS der Welt. Einsteigerfreundlich, vielseitig und vor allem gut für SEO und hohe Rankings, richtig?

Klar ist: Im Gegensatz zu anderen CMS macht WordPress die Suchmaschinenoptimierung vergleichsweise leicht – mit der Nutzung allein ist jedoch noch lange keine starke SEO gegeben. Denn WordPress wird euch nicht von Zauberhand zu Top-Platzierungen auf Google & Co. verhelfen.

Die gute Nachricht lautet aber: Mit ein paar Tipps und Tricks optimiert ihr eure WordPress-Website und legt die Grundlage für hohe Rankings auf Suchmaschinen aller Art. Der vorliegende Beitrag richtet sich also in erster Linie an Einsteiger ins Thema „WordPress-SEO“.

Den richtigen Hoster wählen

Um eine Basis für starkes SEO zu schaffen, solltet ihr mit der Wahl des richtigen Hosters beginnen. Ein guter Hoster macht euch das Leben um einiges einfacher und eine Website performanter. Hier spielen die Qualität des Supports, Sicherheit und Skalierbarkeit eine Rolle. Für SEO jedoch vor allem Geschwindigkeit.

Pagespeed wird immer wichtiger, nicht nur im Bezug auf die Nutzererfahrung, sondern auch in puncto SEO. Die Wahl des falschen Hosters kann euch hier schnell eine ganze Sekunde Ladezeit kosten.

Für WordPress gibt es Hoster, die sich auf „Managed Hosting“ spezialisiert haben und eure Website für kurze Ladezeiten optimieren. Generell kann man sagen, dass das typische Shared Hosting für 1 Euro bis 5 Euro im Monat optimal ist.

Wenn du es mit deiner WordPress-Website ernst meinst, solltest du auf Anbieter wie Strato und Domain Factory verzichten und besser auf All-Inkl., HostPress oder meinem Geheimtipp aus den USA, BigScoots, setzen. Diese drei Hoster sind für schnelle Ladezeiten und guten Support bekannt. Damit ebnet ihr den Weg für hohe Rankings.

404s finden und umleiten

Nicht gefundene Seiten mit 404-Statuscode stören nicht nur User, sondern auch Google. Während veraltete, ungenutzte 404s mit der Zeit verschwinden und kein großes Problem darstellen, solltet ihr euch um 404s kümmern, die intern oder extern verlinkt wurden.

404s sind per se von Google nicht gerne gesehen, verfügen jedoch oft über sogenannten „Link-Juice“, der für andere Seiten genutzt werden sollte.

Mit Programmen wie der Search Console oder Screaming Frog könnt ihr eure Website nach 404s absuchen. Findet ihr Seiten, die intern verlinkt wurden oder über externe Backlinks verfügen, können diese mit dem Redirection Plugin auf relevante, bestehende Seiten per 301-Umleitung weitergeleitet werden. So beseitigt ihr schnell alle 404s, und vorhandener Link-Juice lässt sich für bestehende Seiten nutzen.

Lesetipp: „Die häufigsten Fehlermeldungen in der neuen Google Search Console und ihre Lösung“ hier auf GrowthUp.

Yoast SEO nutzen

Yoast SEO ist ein auf SEO spezialisiertes WordPress-Plugin mit mehr als fünf Millionen aktiven Installationen. Das macht es mit großem Abstand zum Marktführer in diesem Segment.

Mit Yoast SEO lassen sich die meisten wichtigen SEO-Grundeinstellungen vornehmen.

Dazu gehören:

  • Sitemap erstellen
  • txt erstellen
  • Meta-Informationen anlegen (Meta-Titel & Meta-Beschreibung)
  • Breadcrumbs verwenden
  • Search-Console-Verknüpfung

Während der direkte Einfluss von Sitemap und Robot.txt auf Google Rankings umstritten ist, sorgt eine Sitemap dafür, dass neue Seiten sowie Änderungen auf bestehenden Seiten schneller gecrawlt und im Index aufgenommen werden.

Auch Metainformationen sind kein direkter Rankingfaktor für Google, beeinflussen jedoch maßgeblich die Klickrate eurer Seiten in den Suchergebnissen. Diese sollten daher für jede Seite über die Yoast-SEO-Abteilung eingestellt werden.

Wahl des richtigen Themes

Eine weitere grundlegende Entscheidung für eine WordPress-Website ist die Wahl des Themes. Hier gibt es große Unterschiede. Für Anfänger ist es oft verlockend, auf ein Theme der Themeforest Top 10 zurückzugreifen, weil diese sehr beliebt sind. Aber Vorsicht!

Denn Themes wie Avada, Divi oder Enfold sind zwar auf den ersten Blick nutzfreundlich und bieten alles, was das WordPress-Herz begehrt. Hier liegt jedoch das Problem: Gleichzeitig bieten sie auch viele unnötige Features und Funktionen. Das ist vor allem für Anfänger nicht optimal, sondern überfordert sie oft. Zudem führt diese Vielzahl an Möglichkeiten zu teils völlig unnötigen Ladevorgängen im Backend, die die Website langsamer machen und damit der Suchmaschinenoptimierung schaden. Diese Themes sind also nicht zu empfehlen.

Sinnvoller sind „leichte“ Themes wie Astra, OceanWP oder GeneratePress. Diese sind auf schnelle Ladezeiten ausgelegt, was dann auch der SEO zugutekommt. In Verbindung mit einem PageBuilder wie Elementor oder Beaver Builder sind diese außerdem recht anfängerfreundlich.

So verhindert ihr unnötigen Shortcode und Backendprozesse, die auch Google nicht mag und eure Seite ausbremsen. Die Ladezeit kann neben dem Theme auch durch die richtigen Plugins verbessert werden. Dazu gibt es einen Guide zu Plugins, mit denen ihr WordPress schneller macht.

Rich Snippets verwenden

Rich Snippets sind sozusagen zusätzliche Informationen aus euren Seiten, die in der Google-Suche hervorgehoben werden können. Sie bieten zusätzlichen Mehrwert – sowohl für Konsumenten als auch für Produzenten. Bei Kochrezepten zum Beispiel kann zusätzlich zur Meta-Beschreibung ein Bild in den Suchergebnissen angezeigt werden. Hinzu kommen Sternebewertungen bei Artikeln oder Produkten. Es gibt hier sehr viele Möglichkeiten.

Der Vorteil von Rich Snippets liegt darin, dass damit nachweislich die Klickzahlen sowie die Klickrate nach oben gehen. Das wirkt sich positiv auf Google-Rankings auf. Rich Snippets haben daher so gut wie keine Nachteile.

WordPress macht es vergleichsweise einfach, Rich Snippets zu nutzen. Hierfür gibt es unzählige Plugins. Eines der besten ist WPSchema.

WPSchema unterstützt die folgenden Arten an Rich Snippets:

  • Reviews
  • Lokale Listings
  • Artikel-Auszüge
  • Rezept-Bilder
  • Veranstaltungsinformationen
  • Personen
  • Job-Angebote
  • Kurse
  • Videos

Welche dieser Kategorien für eure Website relevant ist, kommt ganz auf eure Nische an. Im Digital-Marketing-Bereich etwa sind Sternebewertungen für Artikel sehr beliebt.

Google Site Kit installieren

Das Google Site Kit ist ein brandneues Plugin für WordPress und momentan noch in der Beta-Phase. Wie man es von Google kennt und erwartet, funktioniert es jedoch jetzt schon einwandfrei.

Das Plugin ermöglicht es euch, Google-Services wie Search Console, Google Analytics, Google Optimize, Google Tag Manager, Google Ads, Google AdSense und Google PageSpeed Insights mit eurer WordPress-Website zu verknüpfen. Alles in allem ist das Google Site Kit dabei sehr ressourcensparend und wird die Ladezeit eurer WordPress-Website nicht negativ beeinflussen. Es liefert Statistiken für jede Seite sowie Impressionen und Klicks direkt im WordPress-Admin-Bereich.

Die Installation von Google Site Kit ist sehr einfach: Ihr müsst lediglich das Plugin von Sitekit herunterladen und im WordPress Admin Bereich installieren. Während der Installation bekommt ihr OAuth Credentials zugewiesen und könnt danach alle vorhandenen Services verknüpfen oder, falls nicht vorhanden, erstellen.

Bilder optimieren

Für hohe Rankings auf Google müssen auch Bilder optimiert werden. Hier spielen vor allem zwei Faktoren eine Rolle: Dateigröße und Alt-Text.

Hochqualitative Bilder nehmen oft mehrere hundert Kilobyte, wenn nicht gar einige Megabyte in Anspruch. Damit sprengt man schnell den für Websites empfohlenen Rahmen von 1000 KB Gesamtgröße. Ihr solltet daher darauf achten, Bilder in den richtigen Dimensionen zu verwenden und diese nötigenfalls vor dem Hochladen optimieren. Dafür bietet WordPress Plugins wie Short Pixel an. Hiermit spart ihr bei der Dateigröße von Bildern bis zu 90 Prozent ein, ohne dass es größere Einbußen bei der Bildqualität gibt.

Zusätzlich sollten Bilder mit einem Alt-Text versehen werden. Dieser ist primär dazu gedacht, Menschen mit erheblicher Sehschwäche beim Verstehen des Bildes zu helfen. Da jedoch auch Suchmaschinen Bilder nicht sehen können, ist der Alt-Text darüber hinaus wichtig für Bild-SEO.

So verfasst ihr einen guten Alt-Text:

  • Beschreibt das Bild so gut wie möglich.
  • Fasst euch so kurz wie möglich.
  • Verwendet Keywords, wenn dies sinnvoll ist.

Fazit

Allein durch die Verwendung von WordPress wird SEO nicht zum Selbstläufer. Aber es gibt hier viele Möglichkeiten, eure Website für Suchmaschinen zu optimieren.

Wenn ihr unsere Tipps umsetzt, sind die ersten Schritte für erfolgreiche WordPress-SEO vollzogen. Weitere sollten dann aber folgen. Und natürlich gilt auch für WordPress-Websites: SEO ist ein kontinuierlicher Prozess, zumal die Suchmaschinenoptimierung einem ständigen Wandel unterliegt. Daher ist es wichtig, informiert zu bleiben und nicht auf veraltete und längst kontraproduktive Tricks wie Keywordstuffing zu vertrauen.

Klar ist aber auch: Unabhängig vom CMS zählen qualitative Inhalte und das Aufbauen von Backlinks weiterhin zu den wichtigsten Faktoren für ein hohes Ranking.

Über den Autor

Samuel Fleck

Redakteur
23 Jahre jung, Buchliebhaber, Fitnessenthusiast und natürlich Digitaler Marketer. Im Zuge meiner Leidenschaft für alles digitale helfe ich als Mitgründer der YOYABA GmbH Unternehmen mehr Umsatz über das Internet zu erzielen. Ich bin spezialisiert auf SEO, Digitale Werbung sowie WordPress. Durch Spezialisierung auf nicht nur einen Berreich bin ich in der Lage Unternehmen sehr umfassend zu beraten und auch komplexe Projekte mit der nötigen Expertise zu betreuen.